Open Telekom Cloud hostet künftig SAP-Systeme - is report

Open Telekom Cloud hostet künftig SAP-Systeme

Die Deutsche Telekom erweitert ihre Public Cloud. Neu im Angebot sind SAP-HANA-Appliances, Apps aus der Software-Bibliotheken von Bitnami und Content-Delivery-Services von Akamai.

Rund ein Jahr nach dem Start des Public Cloud Services Open Telekom Cloud hostet die Telekom im Rahmen eines neuen Releases künftig auch SAP-Anwendungen. Anwender können dafür vorhandene SAP-Module in die Telekom-Cloud einspielen und zum Beispiel für Schulungen nutzen. Die zweite Angebotsvariante ist ein gemanagter Service, der unter anderem SAP HANA und SAP S/4HANA umfasst. Zum Einsatz kämen dabei Appliances mit vordefinierten Services.

Hadoop analysiert Big Data

Eine weitere Neuerung ist eine Big Data Suite für Analysen mit Hadoop MapReduce, die Unternehmen als Service buchen können. Anwender müssten bei diesem Angebot lediglich Daten einspielen und ein Analysemodell implementieren und bekämen dann umgehend Ergebnisse.

Im Rahmen des Updates auf die OpenStack-Version Mitaka erhöhen sich laut Telekom Stabilität und Skalierbarkeit. Seit dem Upgrade unterstütze die Open Telekom Cloud zudem die quelloffene Datenbank PostgreSQL und erweitere damit bestehende Services etwa für MySQL.

Analytics, Content Management und E-Learning

Ebenfalls neu in der Open Telecom Cloud ist die rund 150 Apps umfassende Softwarebibliothek Bitnami. Unter den Apps finden sich Anwendungen für Content Management, E-Learning, Business Intelligence oder Entwicklungstools. In der Open Telekom Cloud können Anwender diese Apps über ein Launchpad aussuchen und verwalten. Bitnami konfiguriere im Hintergrund die Applikation für die ausgewählte virtuelle Maschine und richte die erforderlichen Kommunikationsregeln ein. So seien die Anwendungen sehr schnell verfügbar. Bezahlt werde ausschließlich für die tatsächliche Nutzung.

Akamai beschleunigt die Web-Delivery

An die Betreiber von Web-Shops und Cloud-Diensten richten sich Content Delivery Services von Akamai. Darüber lässt sich laut Telekom die Reaktionsgeschwindigkeit von Webseiten und Cloud-Anwendungen auf Desktop-Computern und Mobilgeräten steigern. Rund 30 Prozent des täglichen Webverkehrs liefen über die rund 230.000 Server von Akamai.

Die Telekom hatte die Open Telekom Cloud vor einem Jahr gestartet, um Amazon, Google, Microsoft und IBM Marktanteile abzujagen. Die Dienste werden allesamt in deutschen Rechenzentren gehostet. Jürgen Frisch

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