SAP kämpft gegen Komplexität an - is report

SAP kämpft gegen Komplexität an

Den Kampf gegen die Komplexität ruft die SAP als neues Ziel aus. SAP HANA und die SAP HANA Enterprise Cloud sollen die Schritte auf diesem Weg sein.

„Wir können und werden die Komplexität bekämpfen“, wirbt SAO-CEO Bill McDermott auf der Hausmesse Sapphire. Als Gegenmittel empfiehlt er SAP HANA sowie die hauseigenen Cloud-Lösungen.

„Wir können und werden die Komplexität bekämpfen“, wirbt SAO-CEO Bill McDermott auf der Hausmesse Sapphire. Als Gegenmittel empfiehlt er SAP HANA sowie die hauseigenen Cloud-Lösungen.

„Wir können und wir werden die Komplexität bekämpfen“, so setzt SAP-CEO Bill McDermott zu Beginn seiner Keynote auf der Hausmesse Sapphire in Orlando das Thema. Einfacher sollen etwa die Geschäftsprozesse in den Unternehmen werden, und ebenfalls die Bedienung der Software aus Walldorf. Als Schlüssel zur Einfachheit preist McDermott zwei Elemente an: die In-Memory-Datenbank SAP HANA und die hauseigenen Cloud-Angebote. SAP HANA vereinfache SAP-Anwendungen, indem die bisher dort notwendigen Aggregate entfielen. Über die Cloud wiederum könnten Anwenderunternehmen die Komplexität ihrer IT-Systeme an einen Provider auslagern und zudem deutlich schneller als bisher von neuen Technologien profitieren.

SAP Simple Finance beschleunigt Finanzprozesse

Eine neue Anwendung auf Basis von SAP HANA hat McDermott im Gepäck: SAP Simple Finance nennt sie sich. Es handelt sich um ein Lösungspaket, mit dem Finanzabteilungen Abläufe wie Buchhaltung, Analyse, Planung, Konsolidierung sowie Risiko- und Compliance-Management in einer abgesicherten Cloud durchführen können. „SAP Simple Finance nutzt SAP HANA für gänzlich neue Finanzfunktionen“, berichtet SAP-Technikvorstand Bernd Leukert. Monatsabschlüsse ließen sich vom Batch- auf den Echtzeitbetrieb umstellen. Somit seien die Daten zur Profitabilität sofort verfügbar, und nicht wie bisher erst am Monatsende.

Die Anwender nutzten eine einzige Datenquelle für Transaktionen und Analysen, und das wiederum optimiere die Durchlaufzeiten. Auf Basis von Simulationen und Predictive Analytics ließen sich neue Geschäftsmodelle entwickeln. Anwender könnten die Reporting- und Analysefunktionen im Rahmen von Self Service BI nutzen, ohne auf eine Unterstützung durch die IT-Abteilung angewiesen zu sein.

SAP Fiori kostet keine zusätzlichen Gebühren mehr

Als Hebel zur Vereinfachung von SAP-Anwendungen verweist McDermott auf SAP Fiori: „Damit lässt sich die Zahl der notwendigen Klicks für den Aufruf einer Funktion von zehn auf zwei reduzieren.“ SAP Fiori stellt eine normierte Schnittstelle bereit, die es ermöglicht, dass die Benutzeroberfläche auf allen, auch mobilen Endgeräten gleich aussieht. SAP Screen Personas hilft dabei, diese Oberflächen flexibel und individuell zu gestalten. Die angekündigte Neuerung ist finanzieller Art: ab sofort werden SAP Fiori und SAP Personas im Rahmen bestehender Lizenzen ohne Zusatzgebühren angeboten. Unternehmen, die bereits für SAP Fiori und SAP Personas bezahlt haben, bekommen laut McDermott eine Erstattung.

Die Walldorfer hat mit dieser Preisgestaltung eine Forderung der deutschsprachigen SAP-Benutzervereinigung DSAG erfüllt. „SAP hat erkannt, dass attraktive Oberflächen ein wichtiger Trend ist, der im Rahmen der Standardwartung bedient werde muss“, freut sich Andreas Oczko, DSAG-Vorstand für Operations, Service & Support. „Jetzt können Unternehmen ohne zusätzliche Lizenzkosten testen, ob und wie sich SAP Fiori und SAP Personas für ihre Geschäftsprozesse eignen.“

Industry Cloud bringt Branchenspezifika in die Wolke

Das die Cloud ein Weg ist, die Nutzung von IT-Systemen zu vereinfachen und zu verbilligen, propagieren neben SAP auch sehr viele andere IT-Anbieter. McDermott sieht SAPs Cloud-Konzept im Vorteil. Zum einen – wen wundert’s – weil SAP HANA die Basis der SAP-Cloud darstelle. Zum anderen hat SAP einen neuen Geschäftsbereich namens Industry Cloud gegründet, der die Entwicklung von industriespezifischen Cloud-Lösungen vorantreiben soll. „Wir wollen zusammen mit Partnern das Branchenwissen aus 25 Industrien in Cloud-Lösungen gießen“, berichtet Simon Paris, der den Geschäftsbereich Industry Cloud leitet. Grundlage dieser Strategie soll die SAP HANA Enterprise Cloud bilden. In Planung sei beispielsweise eine Cloud-Plattform für Predictive Maintenance und Service, mit der Unternehmen ihr Service-Modell verbessern sollen.

Auch IBM fokussiert auf die industriespezifische Cloud

Mit branchenfokussierten Cloud-Angeboten steht SAP nicht alleine: auch IBM hat Anfang Juni industriespezifische Cloud-Lösungen angekündigt. Die IBM Cloud Business Solutions decken Themen wie Asset Management, Betreuung von Kunden oder Patienten sowie Mobile und Predictive Maintenance ab. Die Pakete beinhalten Consulting, Software, Cloud-Infrastruktur und Support. Anwender bezahlten für die Implementierung und könnten dann zwischen einer nutzungsbasierten Abrechnung und einem Mietmodell wählen. Zur Markteinführung bietet IBM 12 branchenbasierte Cloud-Lösungen an. Bis Ende des Jahres soll diese Zahl auf mehr als 20 anwachsen. jf

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