Offene Schnittstellen binden Web-Marktplätze an - is report

Offene Schnittstellen binden Web-Marktplätze an

Online-Marktplätze erschließen sowohl für Betreiber als auch für Drittanbieter auf neue Vertriebswege. Mirakl, Anbieter von Marktplatz-Lösungen, beschreibt die Kriterien für die enge Integration in eine bestehende E-Commerce-Lösung.

Ausbau statt Neubau: „Marktplätze sind eine logische Erweiterung von E-Commerce-Lösungen und kein neues Geschäftsmodell“, erklärt Rabie el Hassani, Director of Sales Central and Eastern Europe bei Mirakl, einem Anbieter von Marktplatzlösungen. „Die Integration der Marktplatz-Lösung ist bei großen E-Commerce-Lösungen dank vorgefertigter APIs und Konnektoren sehr einfach realisierbar.“ Bei der E-Commerce-Plattform Magento beispielsweise sei dieser Prozess bereits nach 20 Minuten abgeschlossen. Drei Kriterien entscheiden laut Mirakl über den Erfolg eines Integrationsprojekts:

  1. Offene Schnittstellen vereinfachen die Integration Ein sogenannter agnostischer Ansatz stellt die Kompatibilität eines Online-Marktplatzes zu beliebigen E-Commerce-Lösungen über APIs (Programmschnittstellen) her. Für große Lösungen wie IBMs Websphere oder SAP Hybris habe Mirakl vorgefertigte Konnektoren. Für Online-Shops, die auf wenig verbreiteten Lösungen basieren und für die keine fertigen Konnektoren zur Verfügung stehen, ließen sich mit Software Development Kits individuelle Konnektoren anfertigen.
  2. Prozessautomatisierung schafft schnellen Marktzugang Manuelle Prozesse zehrten an der Effizienz eines Marktplatzes erhöhten das Fehlerrisiko: eine falsche Produktverfügbarkeit oder eine unkorrekte Preisauszeichnung trübten das Einkaufserlebnis und könnten unnötige Kosten generieren. Durch die Automatisierung des Datentransfers lasse sich auch ein einheitliches Verkaufserlebnis über unterschiedliche Kanäle hinweg realisieren. Die Automatisierung ermögliche Drittanbietern einen rascheren Zugang zum Marktplatz und senke durch beschleunigte Management-Prozesse die Kosten.
  3. Einheitliche Datensicht verringert den Verwaltungsaufwand Drittanbieter lieferten ihre Produktkataloge in unterschiedlichen Datenformaten. Spezielle Werkzeuge bereiteten die Daten auf und sorgten für eine gleichbleibend hohe Datenqualität sorgten. Zusätzliche Filter ermöglichten es, dass nur die benötigten Daten integriert würden.

Bei der Integration einer Marktplatz-Lösung spielten Datensicherheit und Datenschutz eine große Rolle. Dedizierte Module sorgten beim Transfer der Daten dafür, dass sie nur für die Aufbereitung und Integration in den Marktplatz temporär zwischengespeichert würden. Das eigentliche Hosting finde weiterhin bei den Teilnehmern und beim Betreiber statt. Wenn erwünscht, gewährleisteten Vereinbarungen mit Content-Delivery-Network-Anbietern, dass der Transfer nur innerhalb Europas stattfinde. Jürgen Frisch

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