Predictive Maintenance schützt vor Produktionsausfällen

Predictive Maintenance schützt vor Produktionsausfällen

Der ERP-Hersteller Asseco Solutions zeigt auf der Hannover Messe, wie sich betriebwirtschaftliche Standardsoftware über die Cloud mit Maschinen verbindet und vor einem drohenden Ausfall einen Wartungstechniker anfordert.

Mit Predictive Maintenance sollen Unternehmen Maschinen beim Kunden bereits vor einem Ausfall warten können. Asseco Solutions, Hersteller von betriebwirtschaflicher Software (ERP) für den Mittelstand, stellt auf der Hannover Messe die Lösung Smart Connected Solutions vor. Unternehmen könnten damit ihren gesamten Service- und Wartungsprozess abbilden – von den Sensoren an der Maschine über die Einsatzplanung bis hin zur eigentlichen Wartung und Dokumentation vor Ort. Über Standardschnittstellen verbinde sich Smart Connected Solutions mit den verschiedensten ERP-Lösungen, um dort weiterführende Prozesse anzustoßen.

„Die Hersteller selbst sind die Experten für ihre Produkte, wenn diese beim Kunden im Einsatz sind“, erklärt Christian Leopoldseder, Vice President Operations bei Asseco Solutions. „Meist wissen sie sehr genau, an welchen Details sich die baldige Notwendigkeit einer Wartung ablesen lässt, etwa eine ungewöhnlich hohe Temperatur, oder ein zu langes Nachschwingen. Mit Smart Connected Solutions können sie dieses Wissen nutzen, um den Service zu optimieren.“

Wartung 4.0: smart, intelligent und serviceorientiert

Smart Connected Solutions kombiniere Funktionen aus den Bereichen Servicemanagement, vorausschauende Wartung und Endkundenservice und ermögliche einen Datenaustausch auf allen Stufen. Die Lösung bestehe aus drei Bausteinen:

  • Intelligenter Service: Mit diesem Modul bilde Smart Connected Solutions die operativen Serviceabwicklung ab. Beim Eingang eines Servicefalls ermittle die Lösung den geeignetsten Techniker auf Basis von dessen Standort, Qualifikationen, erforderlichen Reisedaten wie Visa oder freien Kapazitäten und schlage eine entsprechende Planung vor. Anschließend leite das System Informationen wie Ansprechpartner beim Kunden, Informationen zum betroffenen System, Fehlercodes oder bisherige Wartungshistorie an die mobile App des Servicetechnikers weiter. Vor Ort erfasse die App die Dauer des Einsatzes sowie die ausgetauschten Komponentent und erzeuge anschließend eine papierlose Quittierung. Bestehe während des Servicetermins keine Internetverbindung, übertrage die Lösung alle erfassten Daten, sobald sie wieder mit dem ERP-System kommuniziere.
  • Industrie 4.0: Mithilfe des Moduls Industrie-4.0 könnten Unternehmen Wartungseinsätze vorausschauend planen und durchführen: Die Lösung analysiere hierzu Daten aus dem Produktivbetrieb einer Maschine beim Kunden. So sei der Hersteller stets über die Funktionstüchtigkeit des Geräts informiert. Auch nicht-smarte Geräte ließen sich in Smart Connected Solutions einbinden – entweder durch Anschluss einer speziellen Hardware-Box, welche die Erfassung der Maschinendaten sowie deren sichere Übertragung an das Hauptsystem übernehme, oder durch individuelle QR-Codes (Quick Responde), die per Smartphone gescannt würden. Deute die Analyse der Daten auf den baldigen Ausfall eines bestimmten Bauteils hin, löse das System entsprechenden Serviceeinsatz aus.
  • Service für Endkunden: Maschinenhersteller können ein Paket aus Hardware, Software und Service in ihr Angebot integrieren und den eigenen Endkunden zur Verfügung stellen. Über eine individuell gebrandete Service-App zur Darstellung der Maschinenzustände sowie der erfassten Maschinen- und Servicedaten könnten sie die eigenen Service-Prozesse verbessern. Die App löse Service-Tickets aus und ermögliche das Vereinbaren von Wartungsterminen.

Flexible Implementierung und Integration

Smart Connected Solutions könnten die Maschinenhersteller sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in einer öffentlichen Cloud betreiben. Die Kommunikation mit den Endgeräten sei dabei stets abgesichert. Die Benutzeroberfläche der Lösung passe sich an unterschiedliche Endgeräte wie Desktop-PCs, Tablets oder Smartphones an, wobei Optik und Funktionsweise erhalten blieben. Durch die Integration von Spracherkennungsdiensten wie Apple Siri oder Microsoft Cortana könnten Anwender die Lösung bei Bedarf ohne physischen Kontakt bedienen. Da Smart Connected Solutions alle gängigen ERP-Systeme anbinde, könne die Lösung Backoffice-Aufgaben wie etwa die Rechnungsstellung anstoßen.

Der offizielle Launch von Smart Connected Solutions erfolgt auf der Hannover Messe vom 25. bis zum 29. April. In Halle 17, B21 demonstriert der Asseco-Partner und Mitaussteller N+P Informationssysteme die Funktionen mithilfe einer smarten Kaffeemaschine: Trete im Betrieb der Maschine ein Fehler auf, rufe Smart Connected Solutions über die Cloud einen Service-Techniker herbei. jf

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