Anbietervergleich für das Internet der Dinge / Konsolidierungswelle wird erwartet

Anbietervergleich für das Internet der Dinge / Konsolidierungswelle wird erwartet

Der „I4.0 / IoT Vendor Benchmark 2016 evaluiert und bewertet I4.0/IoT-Anbieter im deutschen Markt. Die Studie der Experton Group zum Internet of Things (IoT)konzentriert sich hierbei auf 3 Themenbereiche und 6 Quadranten.

Experton-Arnold-Vog

Arnold Vogt ist als Senior Advisor bei der Experton Group tätig.

„Wer heute nur sein bestehendes Geschäftsmodell mit Industrie 4.0 & IoT digital optimiert, wird morgen gegen echte digitale Geschäftsmodelle keine Chance mehr haben“, glaubt Arnold Vogt, I4.0 & IoT Lead Advisor; Projektleiter des I4.0 / IoT Vendor Benchmark 2016,  und rät: „Stellen Sie sich selbst die Frage, vor welchen digitalen Geschäftsmodellen Sie am meisten Angst haben müssen, bevor es der Wettbewerb tut, und bedenken Sie, dass die gefährlichsten Wettbewerber der deutschen Industrie nicht mehr in Asien sitzen, sondern im Silicon Valley.“ Industrie 4.0 & IoT habe das Potenzial, nicht nur bestehende Prozesse und Produkte zu optimieren, sondern die Wertschöpfung nachhaltig zu verändern.

Anbietervergleich I0T

Experton-InternetofthingsIm I4.0 / IoT Vendor Benchmark 2016 ermittelte die Experton Group welche Anbieter hierzulande Unternehmen in dieser Disziplin unterstützen. Im Rahmen dieses Vendor Benchmarks betrachtete Experton knapp 50 IoT Plattformen, von denen allerdings nur 17 in die finale Studie aufgenommen wurden. Ausgeklammert wurden demnach Plattformen, die kein Daten- und Device-Management anbieten und nicht horizontal ausgerichtet seien, wie Google und Apple mit ihrem Fokus auf das Thema Smart Home.

Eine ganze Reihe an namhaften Anbietern befindet sich gemäß den Studienerstellern gegenwärtig noch in der Beta Phase und würden daher erst im Laufe des Jahres 2016 auf den deutschen Markt kommen, dazu gehören AWS, SAP, GE, Siemens oder Salesforce.

Konsolidierungswelle wird erwartet

Der Markt für IoT Plattformen in Deutschland werde also noch wesentlich umfangreicher in 2016. Sehr schnell erwartet Experton Group dann aber eine folgende Konsolidierungswelle, denn nur die besten IoT Plattformen werden überleben. „Nicht unbedingt die technologisch besten IoT Plattformen werden sich am Markt durchsetzen, sondern die, die es schaffen das stärkste Ecosystem um sich herum aufzubauen“, sagt Studienleiter Vogt voraus.

Die zentralen Erkenntnisse der Studie:

•Industrie 4.0 beschäftigt sich im Kern mit dem Produktionsprozess in einer „Smart Factory“, das Internet der Dinge fokussiert sich dagegen auf die Nutzungsphase von digitalisierten und vernetzten Geräten und Produkten.
• Der Markt für I4.0/IoT Lösungen befindet sich noch in einer sehr frühen Phase. Eine klare Segmentierung des Marktes ist schwierig, da es eine starke Überlappung zwischen Lösungsanbietern (HW & SW) und Dienst­leistern (Berater & Systemintegratoren) gibt. Es gibt bisher noch viele Teillösungen und hohen Beratungsbedarf.
• Ein Großteil der realen heutigen Anwendungsfälle hat Remote Monitoring und Remote-Steuerung im Fokus.
• Anwender suchen heute in erster Linie „Bottom-Up“ aus ihren jeweiligen Fachbereichen (Produktion, Logistik, Kundenservice) heraus nach Full-Service-Providern zur Digitalisierung einzelner Wert­schöpfungsschritte. Zukünftig werden wir immer häufiger strategische Ansätze (Top-Down) von Anwendern sehen.
• Lösungsanbieter und Systemintegrationshäuser haben Partner-Netzwerke aufgebaut, um Komplettlösungen anbieten und somit gegenüber Anwendern als Full-Service-Provider auftreten zu können.
• Es sind viele kleine IoT-Plattformen entstanden. Diese werden von den Anbietern selbst als Full-Service-Provider eingesetzt und/oder via White Labeling (Plattform für Plattformen) auch anderen Full-Service-Providern zur Nutzung angeboten.
• Die Experton Group geht davon aus, dass weltweit bereits über 100 Plattformen rund um das Thema IoT existieren. 2016 werden noch weitere namhafte Anbieter in den Markt einsteigen. Andererseits wird bereits 2016/2017 eine Auslese und Konsolidierungswelle einsetzen.
• In Zukunft werden wir zunehmend Full-Service-Provider sehen, die basierend auf Standard-IoT-Plattformen individuelle Kundenlösungen realisieren werden (nicht mehr auf eigenen Plattformen). hei

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