Fertigungssysteme und CRM-Lösungen im Fokus - is report

Fertigungssysteme und CRM-Lösungen im Fokus

Im Fokus der IT & Business liegen Anwendungen zur Fertigungssteuerung und Produktionsplanung. Die CRM-expo adressiert Interessenten mit vorkonfigurierten Branchenpaketen und Mobility-Lösungen für das Kundenmanagement. (Ausgabe 8+9/2013)

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Der abas Web Client erlaubt ohne Installation von zusätzlicher Software den browser- und ortsunabhängigen Zugriff auf die abas Business Suite. Quelle: abas

Where IT works lautet das Motto der parallel stattfindenden Messen IT & Business für Soft­ware, Infrastruktur und IT-Services und CRM-expo für Kundenbeziehungsmanagement. Die IT & Business versteht sich als breite Plattform für betriebswirtschaftliche Standardsoftware (ERP) inklusive der Themen Fertigungssteuerung (MES), Produktionsplanung und -steuerung (PPS), und Business Intelligence (BI). Die CRM-expo rückt Lösungen für die Kundenbetreuung ins Licht.
Die folgende Übersicht beschreibt exemplarisch die Messeangebote von neun Standardsoftwerkern und drei Spezialisten für Kundenbeziehungsmanagement. Sie beschäftigen sich unter anderem mit Branchenlösungen für den Anlagenbau und die Automobilwirtschaft, Fertigungssteuerung, Projektmanagement in der Fertigungsindustrie, Lösungen für die digitale Fabrik, der Steuerung der Logistikkette, Business-Intelligence-Modulen, der Integration über Portale, dem Zugriff über Tablet und Smartphone, mit Geomarketing, potenzialorientierter Kundenentwicklung sowie Mobillösungen für Tablets.

Rollenkonzept, Mobilzugriff und ein Web Client
Aktuelle Neuerungen und Erweiterungen der abas Business Suite wie beispielsweise der Web Client, mobile Lösungen und die in dem ERP-Komplettpaket verfügbaren Business Apps stellt der Standardsoftwerker Abas in den Fokus seines Messeauftritts in Halle 3, Stand 3D11.
Der abas Web Client erlaube ohne Installation von zusätzlicher Software den browser- und ortsunabhängigen Zugriff auf die abas Business Suite. Als Rich Client laufe er im Browser und biete den Komfort einer Desktop-Anwendung. Die Bausteine der abas Business Suite ließen sich beim Web Client wahlweise vollständig über Tastatur bedienen. Live gezeigt am Messestand wird im abas Web Client ein kompletter Workflow aus den Bereichen Verkauf und Auftragsabwicklung – angefangen mit dem Erfassen eines Angebots über das Anlegen eines Auftrags, dem Erstellen einer Anzahlungsrechnung bis hin zur Teillieferung und Rechnungsstellung.
Die abas Business Apps integrieren Daten aus verschiedenen Quellen in eine einzige Anwendung. Arbeitsplätze sollen sich so schnell rollenspezifisch konfigurieren und die Inhalte zielgruppengerecht publizieren lassen. Zum Einsatz kämen die browserbasierten Anwendungen von Abas in unterschiedlichen Umgebungen, wie beispielsweise graphische Benutzeroberfläche, Web Client oder Portale.
Das Verwalten der Bestände von Mehrwegbehältern ist bei Automobilzulieferern oft mit großem manuellen Aufwand verbunden. Mit dem Konzept der Behälterkonten in abas Automobil- und Zulieferindustrie, bei dem ein automatischer Abgleich mit den Kontoauszügen der Kunden erfolgt, lasse sich dieser Aufwand erheblich reduzieren. Die Mitarbeiter würden entlastet und könnten sich wertschöpfenden Tätigkeiten widmen.

Cloud-Lösung, Mobilzugriff und Unternehmenscockpit
Das Systemhaus ALPHA Business Solutions präsentiert sich und sein mittelständisch ausgerichtetes Dienstleistungskonzept in Halle 3, Stand D17. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen die vor kurzem erschienene Version 6.1 der ERP-Komplettlösung proALPHA, das jüngste Feature Pack von der Cloud-Lösung SAP Business ­ByDesign, die Analyselösung ABS Unternehmenscockpit sowie die mobile Web-Anwendung ABS4Web.
Ein Schwerpunkt bei den funktionalen Neuerungen von proALPHA 6.1 liege in der Materialwirtschaft. Er beginne bei optimierten Werteflüssen und reiche über die Disposition und die Kommissionierung bis hin zu einem deutlich erweiterten Workflow. Eine Integration Workbench erlaube den Datenaustausch mit Kunden und Partnern und binde deren IT-Systeme ein. Die Verknüpfung müsse nur einmal eingerichtet werden, danach liefen die Intercompany-Prozesse automatisch ab.
Das überarbeitete Bedienkonzept von proALPHA 6.1 soll die Nutzung erleichtern. Laut Anbieter können Anwender Aufgabenbereiche, Funktionen und Informationen individuell zusammenstellen und die vom System vorgeschlagene Anordnung verändern. Darüber hinaus soll die Lösung jedes neu geöffnete Fenster sinnvoll auf dem Bildschirm anordnen. Eine zentrale Navigation helfe Anwendern, sich gut im System zurechtzufinden.
Das auf Basis von QlikView entwickelte ABS-Unternehmenscockpit wertet entscheidungsstützende Informationen aus sämtlichen Unternehmensbereichen und Quellen aus. Neben Daten der ERP-Komplettlösung proALPHA lassen sich auch Text-, MS Excel- oder XML-Dateien (Extended Markup Language) analysieren. Das In-Memory-Datenmodell lädt die Informationen in den Arbeitsspeicher und erlaube auch bei sehr großen Datenmengen eine sekundenschnelle multidimensionale Analyse.
Die mobile Web-Anwendung ABS4Web soll die Mobilität und den Informationsfluss von Mitarbeitern und Führungskräften erhöhen. Die Zusatzlösung greift ebenfalls auf proALPHA zu. Mitarbeitern, die unterwegs sind, stehen alle dortigen Informationen zur Verfügung.
Als SAP Gold Partner präsentiert ALPHA Business Solutions zudem das jüngste Feature Pack für SAP Business ByDesign, das zahlreiche Neuerungen im Rechnungs- und Personalwesen sowie in den Bereichen Vertrieb und Projektmanagement sowie bei Anwendungen für mobile Endgeräte aufweist.

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Beim CAS SmartDesign passen sich die Oberfläche und Funktionen der jeweiligen CRM-App an Bedienung und Bildschirmgröße des Mobilgeräts an. Quelle: CAS Software AG

SmartDesign, Geomarketing und Datenqualität
Mobiles CRM, das CAS SmartDesign Konzept inklusive der Weiterentwicklung xRM (Extended Relationship Management), Geomarketing sowie Tools zur Pflege der Datenqualität präsentiert CAS Software AG in Halle 3, Stand C71. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die Version x5 von CAS ­genesisWorld. Ebenfalls vorgestellt werden die Cloud-basierte Lösung CAS PIA sowie Branchenlösungen beispielsweise für Maschinenbauer und Automobil-Zulieferer.
Das Bedienkonzept CAS SmartDesign sorge für ein komfortables Arbeiten mit einheitlichen Benutzeroberflächen auf zahlreichen mobilen Plattformen. Durch das responsive Design passten sich die Oberfläche und Funktionen der jeweiligen CRM-App an die Bedienung und Bildschirmgröße des Mobilgeräts an.
Auf Basis der kostenfreien Geo-referenzierung der CRM-Daten eröffne CAS genesisWorld Analysemöglichkeiten für die mehrdimensionale Darstellung. In detailgetreuen Karten werden sowohl Adressen als auch Informationen, wie zum Beispiel der jeweilige Kundenumsatz, in sogenannten Heat­maps abgebildet, die sich visuell filtern lassen. Anwender von CAS genesisWorld erhielten so die Möglichkeit, unterschiedlichste Daten in Karten grafisch in Beziehung zu bringen und multidimensional auszuwerten.
Zu den Dauerbrennern im CRM gehört das Thema Datenqualität. Anwender von CAS genesis World können hier auf die sogenannte EBID-Nummer zurückgreifen. Diese eindeutige Unternehmens-ID wird von Unternehmensverzeichnis.org bereitgestellt und sorgt für korrekte und automatisch aktualisierbare Unternehmensdaten. Künftig lassen sich diese mit Zusatzinformationen wie Umsatz und Bonität anreichern. In Kooperation mit der forum! Marktforschung GmbH präsentiert CAS Software den fan-Indikator. Dieser misst die emotionale Kundenbindung und erleichtere die Segmentierung der Bestandskunden.
Mit der Weiterentwicklung des klassischen CRM zu einem universell einsetzbaren xRM optimierten Unternehmen die Pflege ihrer Kontakte in einer vernetzten Welt: Ganz gleich, ob es sich um Kunden, Mitarbeiter, Bewerber, Lieferanten oder Journalisten handelt: Version x5 von CAS genesisWorld passe sich über individuelle Adressmasken den jeweiligen Beziehungsformen an.

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Als Spezialist für MS Dynamics NAV, MS Dynamics AX sowie MS Dynamics CRM entwickelt Cosmo Consult Branchen- und Zusatzlösungen. Quelle: Cosmo Consult

Branchenlösungen für MS Dynamics
Die Cosmo Consult Gruppe stellt in Halle 3, Stand D57 ihre Branchenlösungen für Fertigungs- und Dienstleistungsunternehmen vor. Als Spezialist für MS Dynamics NAV und MS Dynamics AX sowie für MS Dynamics CRM hat Cosmo Consult zahlreiche Branchen- und Zusatzlösungen entwickelt. Weitere Messeschwerpunkte liegen auf den Themen Business Intelligence, CAD-Integration und E-Bilanz.
Nach der Übernahme des Würzburger BI-Spezialisten CBS Consulting Business Solutions hat Cosmo Consult ein BI-System für Handel, Chemie, Pharma und Fertigung auf Basis von QlikView im Portfolio. Dazu gehört cc|bi4dynamics mit vorkonfigurierten Dashboards und Reports für MS Dynamics NAV.
Das Modul cc|cad integration ermögliche einen reibungslosen Datenfluss zwischen dem CAD-PDM-Systemen (Computer Aided Design, Produktdatenmanagement) Autodesk Vault Professional und MS Dynamics NAV sowie MS Dynamics AX. Dank der engen Integration ließen sich Produktdaten wie Artikelinformationen, Stücklisten, Zeichnungen und 3D-Modelle nach frei definierbaren Parametern und verschiedenen Mappings vom CAD- in das ERP-System übertragen.
Ein weiteres Messethema ist die E-Bilanz mit dem Modul cc|e-bilanz. Unternehmen könnten damit ihre Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung direkt aus MS Dynamics NAV oder MS Dynamics AX erstellen und ohne Medienbrüche an das Finanzamt übermitteln. Intelligente Funktionen unterstützten die Datenaufbereitung, Plausibilitätskontrollen prüften die Datenvollständigkeit und das Vorliegen der Jahresabschlussvoraussetzungen. Das Modul enthalte alle gesetzlich vorgeschriebenen Taxonomien für die Übermittlung steuerlicher Daten.

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Mit der Produktlinie IFS Touch Apps macht IFS betriebswirtschaftliche Software auf Tablets und Smartphones verfügbar. Quelle: IFS

Unternehmenssoftware erhält Zugriffe von iPad & Co.
Der Standardsoftwerker IFS stellt mobile Anwendungen sowie die ERP-Lösung IFS Applications 8 in den Mittelpunkt seines Auftritts in Halle 3, Stand D15. Tablets oder Ultrabooks würden in den kommenden Jahren die IT-Ressouren überall verfügbar machen und neue Anwendungsszenarien erschließen. Die Nutzung der IT werde damit flexibler und effizienter, zugleich aber auch komplexer, denn die neue Systemgeneration sei nur wenig standardisiert, passe sich individuellen Benutzerwünschen an und unterstütze eine Vielfalt von Gerätetypen.
Bisher sei Mobilität in Unternehmen meist als separater Technologie-Stack realisiert worden. Die Applikationen hätten Spezialanbieter geliefert. Die volle Integration solcher Lösungen in eine existierende Geschäftsanwendung sei jedoch technisch komplex und wirtschaftlich aufwändig.
IFS will Unternehmen dabei helfen, Mobilität nachhaltig zu nutzen. IFS Applications 8 lasse sich eng mit mobilen Einsatzszenarien verbinden. Tablets und Smartphones könnten dabei in vollem Umfang auf das ERP-System zugreifen. Mit dem Touch-Screen-fähigen Navigationkonzept des IFS Enterprise Explorer könnten Anwender die komplette Funktionsvielfalt von IFS Applications auch auf Tablets nutzen.
Servicetechniker hätten beispielsweise mit IFS Mobile Work Order Zugriff auf aktuelle Informationen. Die mobile IFS Lagerverwaltungslösung stelle ein prozessgesteuertes Interface für mobile Geräte zur Verfügung, mit dem sich Lagerabläufe abbilden ließen. Der IFS Sales Companion sei ein Werkzeug für Vertriebsbeauftragte, um Kunden- und Lieferantenkonten, Aktivitäten oder Kontakte von unterwegs in die Komponente IFS Sales & Marketing einzupflegen.
Mit der Produktlinie IFS Touch Apps macht IFS betriebswirtschaftliche Software auf Tablets und Smartphones verfügbar. Die Apps kommunizierten dabei nicht direkt mit dem ERP-Backend, sondern nutzten die Services der IFS Cloud. Über IFS Notify Me könnten beispielsweise Außendienstmitarbeiter Routineaufgaben wie die Genehmigung von Bestellungen und Reisekosten per Smartphone erledigen.

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Infor Mingle ist eine Kollaborationslösung, welche die Zusammenarbeit zwischen unternehmensinternen Gruppen und externen Beteiligten erleichtern soll. Quelle: Infor

Business Intelligence Lösung für Prozessfertiger
Infor zeigt in Halle 3-A, Stand 13 Innovationen, die mit dem Release Infor 10x einhergehen. In die neue Generation von Geschäftssoftware sind laut Hersteller über zehn Millionen Entwicklungsstunden geflossen. Die Verbesserungen beginnen bei branchenspezifischem Enter­prise Resource Planning und Human Capital Management und reichen über Finance und Customer Relationship Management bis hin zu allen weiteren Unternehmensprozessen. Schritt für Schritt würden die neuen Lösungen nun verfügbar. Den Anfang machen Infor LN und Infor M3 sowie Infor BI.
Die wichtigsten Neuerungen von Infor 10x beträfen die zugrunde liegende Technologie: ­Infor ION, die auf Standards basierende Middleware, verzahne sich mit Social-, mobilen, Analyse- und Cloudlösungen. Neu sei Infor Mingle, eine Mischung aus Social-Business-Interaktionen, Analysetool und Prozessmanagement. Die Kollaborationslösung erleichtere die Zusammenarbeit zwischen unternehmensinternen Gruppen und externen Beteiligten und sei so einfach zu bedienen wie Facebook oder Twitter.
Auf Basis von HTML 5 hat Infor zudem eine neue Benutzeroberfläche entwickelt, bei der das Design die Funktion aktiv unterstützen soll. In Workshops mit Kunden haben die Entwickler zusammen mit der hauseigenen Design-Agentur Hook & Loop ermittelt, worauf Anwender besonderen Wert legen. Das Ergebnis gehe über ein grafisches Facelifting hinaus: Die Informationen sind neu angeordnet – so finden sich Analysedaten entsprechend der Rolle des Nutzers immer rechts. Links befinden sich Übersichten über Transaktionen, die der Nutzer starten oder abschließen sollte. Die Mitte ist für Makrodaten reserviert, die für den Nutzer relevant sind. Die Daten stammen aus Infor-Anwendungen, Partnersystemen oder Data Warehouses. Statt sich in verschiedenen Anwendungen an- und abzumelden, könne der Anwender in einem System bleiben.
Darüber hinaus fokussiert Infor seinen Messeauftritt auf Branchenlösungen für die diskrete und die Prozess-Fertigung sowie für die Automobilindustrie. Zudem sind Experten für die überarbeiteten Lösungen für Lieferkettenma­nagement vor Ort, speziell für Infor Supply Chain Execution und Infor Intergrated Business Planning.

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Der itelligence AddStore verzeichnet mehr als 120 Add-ons, darunter SEPA (Single Euro Payments Area/Einheitlicher Euro Zahlungsverkehrsraum). Quelle: itelligence

Kapazitätsplanung für die intelligente Fabrik
Das mittelstandsorientierte SAP-Beratungshaus itelligence zeigt in Halle 3, Stand 3 B52 Branchenlösungen für Automobilzulieferer und die Fertigungsindustrie. Unter dem Stichwort Big Data präsentieren die Berater Anwendungsbeispiele von SAP HANA. Der itelligence Add-Store sowie das SEPA-Festpreispaket (Single European Payment Area/Einheitlicher Europäischer Zahlungsraum) und die neue Festpreisaußenhandelslösung bilden weitere Schwerpunkte.
In der Automobil- und Fertigungsindustrie beschleunige SAP HANA die Entscheidungsfindung. Die intelligente Fabrik der Zukunft werde nach den Vorstellungen der Ingenieure entstehen und gesteuert werden. Die zentrale IT-Intelligenz, allen voran unternehmensweite Standardsoftware (ERP), sorgten für den reibungslosen Ablauf. Produktion und Management ließen sich eng verzahnen: Selbst komplexe Materialbedarfsplanungsläufe (MRP) und Kapazitätsplanungen, Millionen von Kostenbuchungen oder umfangreiche Simulationsprozesse seien mit SAP HANA in wenigen Minuten erledigt.
Bei den Festpreispaketen baut itelligence sein Online-Angebot kontinuierlich aus. Im itelli­gence AddStore (http://itelligence.addstore.de/) stehen heute bereits mehr als 120 Add-ons für die unterschiedlichsten Einsätze zur Verfügung, darunter auch SEPA (Single Euro Payments Area/Einheitlicher Euro Zahlungsverkehrsraum). Bis zum 1. Februar 2014 müssen Unternehmen auf das SEPA Zahlungsverfahren umstellen. Für SAP-Anwender bietet itelligence gestaffelte Festpreispakete für die Einführung von SEPA-Überweisungen.
Außenhandelsorientierten Unternehmen bietet itelligence ein Add-on zur Unterstützung der gemäß Außenwirtschaftsverordnung notwendigen Meldungen. Der Zahlungsverkehr mit ausländischen Geschäftspartnern muss kategorisiert und gemeldet werden. Dies erfordere es, im SAP ERP-System melderelevante Informationen in den Belegen der Finanzbuchhaltung zu erfassen. Die itelligence-Lösung zur Außenwirtschaftsverordnung ermögliche die Festlegung von Vorschlagswerten auf Basis von Stammdaten für Material, Debitor, Kreditor und Sachkonten sowie eine automatische Ableitung dieser Werte bei der Erfassung von Belegen, im Rahmen der Faktura und später bei der logistischen Rechnungsprüfung.

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Die mobile Servicelösung von Orbis für SAP CRM optimiert die Einsatzplanung für Servicetechniker. Quelle: Orbis

Branchenoptimierungen für MS Dynamics CRM und SAP CRM
Die ORBIS AG präsentiert ihr Portfolio rund um MS Dynamics CRM und SAP CRM in Halle 3, Stand B55 und Halle 3, Stand D57. Im Fokus stehen dabei Lösungen zur Optimierung der CRM-Prozesse. Am SAP-Partnerstand in Halle 3, B55 wird ein Add-on für die potenzial­orientierte Kundenentwicklung vorgestellt. Damit lassen sich Kunden nach frei definierbaren Kriterien klassifizieren, wobei das System dann entsprechende Aktivitäten beziehungsweise Maßnahmen vor schlägt. Darüber hinaus zeigt Orbis eine mobile Servicelösung zur Optimierung von Serviceeinsätzen und eine in SAP integrierte Data-Quality-Lösung. So lassen sich Kundendaten direkt im CRM-System bereinigen und Dubletten eliminieren.
Am Microsoft-Partnerstand in Halle 3, Stand D57 präsentiert Orbis eine mobile Service App unter MS Windows 8 zur Planung von Kundenbesuchen, Rückmeldungen sowie Service Cases auf mobilen Endgeräten sowie ein Add-on für die Routenplanung und Tourenoptimierung. Direkt aus MS Dynamics CRM sehen Anwender in Bing Maps, wo sich ihre Kunden befinden und wie die optimale Routenplanung aussieht. Zudem zeigt Orbis ein Preview auf MS Dynamics CRM 2013.

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Service-Aufträge lassen sich mit oxaion auch auf dem Tablet erfassen. Trifft eine Störmeldung ein, erzeugen Mitarbeiter ein Service-Ticket. Quelle: Oxaion

Ein ERP-Modul für Service- und Projektmanagement
Service und After-Sales-Business stimulieren das Geschäft. Unternehmen bauen daher eigene Service-Teams auf und übernehmen bei Bedarf die gesamte Wartung bis hin zum Mietgerätemanagement. Wie sich so etwas in einer Soft­ware integriert darstellen lässt, zeigt oxaion in Halle 3, Stand B1. Ob mobiler Service, Projektabwicklung oder Ersatzteilgeschäft – oxaion-ERP decke alle Prozesse durchgängig und integriert ab.
Maschinen und Anlagen eignen sich für den After-Sales-Service. Die Dienstleistungen reichen dabei über das bloße Ersatzteilgeschäft hinaus und umfassen die komplette Fremdwartung und Instandhaltung bei den Kunden ebenso wie individuelle Service-Konzepte, Reparatur- und Austauschdienstleistungen bis hin zum Retrofit von in die Jahre gekommenen Maschinen. „Ein ganzheitliches Servicekonzept hört nicht bei der Inbetriebnahme und den Ersatzteillieferungen auf, sondern beinhaltet Service- und Wartungsverträge mit Hotline, umfasst Vor-Ort- und Werksreparaturen, Maschinendiagnose und Monitoring und falls erforderlich den Austausch einer kompletten Maschine“, erläutert Uwe Kutschenreiter, Vorstandsmitglied der oxaion ag. „Solche Service- und Maintenance-Konzepte über den gesamten Produktlebenszyklus lassen sich flexibel in unserer Software abbilden, Wartungs- und Instandhaltungspläne zu den Maschinen, Reparaturaufträge und auch Mietgeräte können damit verwaltet werden.“
Ob Koordinatenmessmaschine, Voreinstellgerät und Bohrmaschine bei Industriekunden oder Schlaghammer, Baukran und Bagger bei Bauunternehmen – mieten lässt sich heute nahezu alles, auch für begrenzte Zeit etwa bei einem Geräteausfall oder zu Testzwecken. Gut dran ist dabei, wer als Vermieter diese Fremdnutzung gleich integriert in seiner betriebswirtschaftlichen Software mitverwalten kann. „Wir fassen den Service-Gedanken erheblich weiter und unterstützen unsere Anwender möglichst bei allen ihren Service-Aufgaben, da gehören eine Mietgeräteakte und mobiler Service via Smartphone und Tablet-PC heutzutage einfach dazu“, berichtet Kutschenreiter. „Dabei lassen sich die Mietgräte mittels der sogenannten Mietgerätakte wie alle anderen Betriebsmittel nahtlos in ein Instandhaltungskonzept integrieren.“

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proALPHA 6.1 soll die Kommunikation und Prozesssteuerung zwischen Geschäftspartnern und Kunden über die Firmengrenzen hinweg sicherstellen. Quelle: proALPHA

Drehscheibe für Kommunikation und Ablaufsteuerung
„Prozesse beschleunigen – Anwender begeistern“ lautet das Motto, unter dem der Standardsoftwerker proALPHA in Halle 3, Stand 3 Cl1 die Version 6.1 seiner ERP-Komplettlösung proALPHA vorstellt.
Das laut Herstelleraussage umfangreichste Release der Unternehmensgeschichte weise ein vollständig neu entwickeltes Bedienkonzept auf. Die Technologie hinter dem ERP-System biete Funktionen und eine Architektur, die Zukunftsfähigkeit und Effizienz sicherstelle. Mit proALPHA 6.1 will das Weilerbacher IT-Unternehmen Akzente setzen, was die Bedienung einer ganzheitlichen ERP-Lösung betrifft. Neben einem frischen Design unterstreiche die überarbeitete Bedienoberfläche durch eine intuitive Benutzerführung die Stärken der Lösung.
Die Technologie der jüngsten proALPHA-Version basiere auf einer Prozess- und Service-orientierten Architektur. proALPHA 6.1 agiere als Drehscheibe, um die elektronische Kommunikation und Prozesssteuerung zwischen Geschäftspartnern und Kunden über Firmengrenzen hinweg sicherzustellen und Intercompany-Abläufe abzubilden. Mit dem integrierten Workflow Management würden Geschäftsprozesse automatisiert und könnten flexibel an sich verändernde Gegebenheiten angepasst werden. In Kombination mit Technologie und Funktionalität sei der Workflow ein Instrument, um Abläufe zu beschleunigen und Medienbrüche zu vermeiden.

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Psipenta Software Systems präsentiert einen integrierten Leitstand für die Fertigungssteuerung. Quelle: Psipenta

Logistiksteuerung für Maschinenbauer
Der Fertigungsspezialist Psipenta Software Systems GmbH zeigt in Halle 3, Stand E11 die Version 8.3 seiner unternehmensweiten Standardsoftware. Als neues Modul steht das komplett in Java entwi­ckelte Supply Chain Management (SCM) bereit. Der Psipenta-Kunde Maschinenfabrik Gerd Mosca AG stellt eine Maschine als Exponat zur Verfügung.
Im Zentrum von PSIPENTA Version 8.3 steht das Supply-Chain-Modul. Darin enthalten sind klassische Automotive-Funktionen wie die Chargenrückverfolgung, Packmittelverwaltung oder Electronic Data Interchange (EDI). Erleichtert wird die Umsetzung und Anpassung von Normen wie EDIFACT, ANSI, Odette, VDA und Gaila sowie von Sonderprozessen wie MAIS (General Motors), BeLOM (BMW) oder AMES-T (VW). Eine grafische Oberfläche unterstützt Anwender bei der Konfiguration spezifischer Geschäftsprozesse.
Optisches Highlight auf dem Messestand ist das Exponat des Psipenta-Kunden Maschinenfabrik Gerd Mosca AG. Seit 1997 setzt Mosca auf den ERP-Standard PSIpenta – damals in der Version 3.01, allerdings ohne die Nutzung aller Funktionen. 2010 suchte das Unternehmen nach einem neuen System, das die Anforderungen eines Maschinenbauers mit Kleinseriencharakter bis hin zum Anlagenbau sowie Sonderkonstruktionen und die Produktion von Kunststoffband abbildet. Wieder machte das Rennen Psipenta. Über die Funktion Multisite verknüpft Mosca mehrere Werke und bildet darüber hinaus die verschiedenen Geschäftsbereiche im ERP-System als eigene Werke ab. Dadurch beschleunige sich der Auftragsdurchlauf, was einen positiven Einfluss auf die gesamte Prozesskette und den Wertefluss habe. Zusätzlich entstehe eine größere Transparenz in der Kostenrechnung. Weitere Vorteile brächten der Einsatz des Sales Managers des Psipenta-Partners Acbis und eines Konfigurators, mit dem der Vertriebsmitarbeiter eine Bestellung frei konfigurieren kann. Die optimierten Abläufe sparen Mosca bei der administrativen Durchlaufzeit 60 Prozent. Das automatische Buchen trage zur Fehlerminimierung bei. Zudem habe sich die Liefertermintreue erhöht. Weggefallen sei hingegen sämtliches Papier, das früher zur Informationsübertragung benötigt wurde.

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Der Zugriff auf Kundendaten über ein iPad gehört zum integralen Ansatz von update.CRM. Quelle: update Software

Mobillösungen auf dem iPad für Ärzte und Finanzberater
Nutzerfreundlichkeit, Mobile CRM und Social CRM sind die Themen des Messeauftritts von update software in Halle 3, Stand B71. Erstmals präsentiert der Hersteller die jüngste Generation seiner Software update.CRM. Im Fokus dieser Lösung steht eine verbesserte Benutzerführung. Anwender arbeiten mit flexiblen Nutzeroberflächen, deren Layout sie selbst anpassen können. Durch umfangreiche Visualisierung würden Prozesse abgebildet, und der User sehe ausschließlich diejenigen Daten, die er benötigt.
Kontextbezogene Masken erleichterten die Eingabe von Daten und die Bearbeitung standardisierter Prozesse. Mithilfe der individuell definierten Prozessführung leite update.CRM den Benutzer Schritt für Schritt durch seine Arbeitsabläufe. Ein Großteil der Basis-Prozesse in den Branchen Industrie, Pharma, Medizintechnik, Konsumgüter und Finanzdienstleistung sei vordefiniert, zudem seien individuelle Anpassungen möglich.
Mobile Lösungen und die neuen Social-CRM-Angebote sind weitere Schwerpunkte des aktuellen Major Release von update.CRM. Von überall her Zugriff auf Kundendaten zu haben, gehöre zum integralen Ansatz dieser Lösung. Für die native iPad-Applikation CRM.pad ist update bereits mit dem Design­preis Red Dot ausgezeichnet worden.
Erstmals auf der CRM-expo zu sehen sind zwei Social-CRM-Tools: CRM.discovery ist laut Anbieter eine integrierte Social Media Monitoring-Lösung, und mit CRM.loop könnten Ideen und Feedback von Kunden sowie aus Social Media in Vertriebs-, Marketing-, Service- und Produktentwicklungsprozesse einfließen. jf

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