Microsoft hebt Business Solutions in die Cloud - is report

Microsoft hebt Business Solutions in die Cloud

Im Herbst dieses Jahres startet Microsoft eine Welle neuer Produkte und Dienste. Zusammen mit Office 365 und den anderen bereits angebotenen Diensten sollen sich diese neuen Produktversionen in die Cloud OS-Strategie von Microsoft eingliedern.

Microsoft hat die Verfügbarkeit seiner neuen Cloud-Lösungen für Unternehmenskunden angekündigt. Im Herbst dieses Jahres werden demnach mit Windows Server 2012 R2, System Center 2012 R2, Visual Studio 2013, Windows Azure, Windows Intune, SQL Server 2014 sowie Microsoft Dynamics CRM Online und Dynamics NAV 2013 R2 neue Produkte und Dienste vorgestellt.

„Die Umstellung auf Cloud Computing ist in vollem Gang“, erklärt Satya Nadella, Cloud & Enterprise Executive Vice President, und folgert: „Dabei setzen Unternehmen auf Anbieter, die bereits über Erfahrungen in der Bereitstellung eigener Cloud-Anwendungen verfügen, die hybride Lösungen anbieten, um vorhandene Systeme mit der Cloud zu verbinden, und die weltweit Public Cloud-Plattformen betreiben.“

Realisierung der Enterprise Cloud

Der größte Teil von Unternehmen setzt nach Einschätzung von Microsoft beim Einsatz von Cloud Computing auf ein hybrides Konzept. Um Investitionen in On-Premise-Lösungen hier gezielter für die Einführung von Cloud-Lösungen einsetzen zu können, will Microsoft ab dem 1. November allen Enterprise Agreement (EA) Kunden – ohne konkrete Zahlen zu nennen – kostengünstigere Preise für die Nutzung von Windows Azure anbieten. Dieses Angebot gelte dabei unabhängig von Vorabverpflichtungen und ermögliche eine flexible jährliche Zahlungsweise.

ERP-Suite aus der Cloud

Auch aus Sicht von Jens Thamer, Geschäftsführer beim Microsoft Partner prisma informatik, sei beispielsweise bemerkenswert, dass das weiterentwickelte Dynamics NAV als Business-Lösung bereits heute schon für Anwender Wahlmöglichkeiten in der Bereitstellung eröffnet. „Durch das Cloud-Angebot öffnet Microsoft die ERP-Suite Dynamics NAV 2013 R2nun auch für kleine Unternehmen, die mit standardisierten Strukturen arbeiten. Uns ist es wichtig, vor allem die Vorteile und enormen Potenziale für den Mittelstand herauszuarbeiten, der seit jeher auf die Microsoft-ERP-Lösung gesetzt hat“, betont Jens Thamer.

On-Premise-Installation weiter möglich

Nach wie vor könne Dynamics NAV 2013 R2 in einer On-Premise-Installation auf eigener Hardware und in einem eigenen Rechenzentrum betrieben werden. Für viele Unternehmen habe dies einen hohen Stellenwert. Es sei aber auch möglich, Dynamics NAV 2013 R2 komplett über die Windows Azure Cloud Services zu beziehen. Wenn auch für die Systemeinrichtung und die Inbetriebnahme weitere Dienstleistungen erforderlich seien, würden durch den Cloud-Service die Bereitstellung und der Betrieb vollkommen durch Microsoft und die Partner sichergestellt. Der Aufbau und Betrieb eines eigenen Rechenzentrums sei nicht erforderlich, die Kosten für den Service bemessen sich bei diesem Bezugsmodell an der Nutzung.

Das Cloud-Betriebsmodell sei aber nicht auf den Betrieb auf Microsoft Azure Systemen beschränkt. Die Möglichkeiten könnten auch für sogenannte private Clouds, das heißt eigene Rechenzentrumsinfrastrukturen, genutzt werden. „Der Kunde kann also aus dieser Bandbreite an Möglichkeiten wählen, um die jeweils beste Lösung für seine eigene Unternehmenssituation zu finden“, betont prisma-Geschäftsführer Thamer.

Dynamics NAV arbeitet auch mit Office-Anwendungen aus der Cloud

Auch aus der kombinierten Nutzung von Dynamics NAV mit der Microsoft-Office-Produktfamilie ergeben sich nach Einschätzung von Thamer Vorteile. Mit Office 365 stelle Microsoft die Office Produkte alternativ als Abonnement-Service in einem Online-Dienst zur Verfügung. Mit Dynamics NAV 2013 R2 könnten die Produkte von Microsoft Office 365 genauso verwendet werden wie bei einer lokal installierten Microsoft Office-Anwendung.

SharePoint-Client gewinnt an Bedeutung

Der SharePoint-Client von Dynamics NAV 2013 R2 gewinne hierbei wesentlich an Bedeutung. Mit Hilfe des SharePoint-Clients könnten Daten und Funktionen des ERP-Systems im Kontext des SharePoint-Portals zur Verfügung gestellt werden – für Office 365 sei der SharePoint ebenfalls die zentrale Stelle, um die unterschiedlichen Office-Dokumente zu verwalten.

So lassen sich laut Microsoft beispielsweise die in den verschiedenen Systemen hinterlegten Workflows einfach synchronisieren und so Probleme im Geschäftsprozess vermeiden. Gleichzeitig könne der Anwender die in Microsoft Dynamics NAV vorgehaltenen Daten und Informationen komfortabel mit Microsoft Excel oder den Excel Web Apps bearbeiten. „Die Funktion ‚Edit in Excel‘ in Dynamics NAV 2013 ermöglicht es uns ab sofort, Massendatenänderungen direkt in Excel vorzunehmen ohne dabei jeden einzelnen Datensatz im System editieren zu müssen”, berichtet Michael Wilp, Leiter Marketing beim Microsoft-Partner Tectura, und ergänzt: „So arbeiten wir in der vertrauten Umgebung von Excel, greifen auf die bekannten Sicherheitsstandards und Berechtigungsstrukturen von Dynamics NAV zu und speichern die Daten ohne zusätzliche Schnittstellen in Echtzeit im System. Ein einfaches Tool, das unsere Arbeit erleichtert.”

Web-Client für Microsoft Dynamics NAV

Der bereits in der Version 2013 eingeführte und nun erneuerte Web-Client für Microsoft Dynamics NAV stehe laut prisma-Geschäftsführer Thamer neben dem klassischen Windows-Client und dem SharePoint-Client sowohl Anwendern zur Verfügung, die sich für eine On-Premise-Installation oder eine Cloud-Nutzung entschieden haben. Ob dieser Client-Typ zum Einsatz kommt oder nicht, richte sich allein nach den zu verrichteten Tätigkeiten innerhalb der ERP-Anwendung. Wesentliche Eigenschaften zur Erhöhung des Bedienkomforts seien ergänzt worden, wie etwa das Single-Sing-On bei der Anmeldung.

Das neue Erscheinungsbild folge dem grafischen Konzept des MicrosoftWindows 8 Design. Damit werde das Ziel verfolgt, die Benutzerfreundlichkeit auch bei Tablet-Geräten und unterschiedlichen Browsern zu verbessern und die Arbeit effizienter zu gestalten. Die im Windows-Client bereits etablierten Graphiken und Add-Ins seien nun auch für den Web-Client verfügbar. Durch die zusätzlichen Web-Clientfunktionen würden die Nutzungsmöglichkeiten unter anderem für Reisende und Mitarbeiter verbessert, die eigentlich nur peripher in die ERP-Prozesse direkt eingebunden sind.

Implementierung eines Cash-Management-Moduls

Im Bereich der Anwendung habe der Fokus laut Thamer auf der Implementierung eines Cash-Management-Moduls im weltweiten Kern gelegen. Dieser Bereich sei bisher durch Zusatzmodule der lokalen Microsoft-Standorte oder durch Partnerlösungen abgedeckt worden. Nun würden auch Funktionen zur Verfügung gestellt, die beispielsweise das Importieren von Kontoauszugsdaten mit dem automatischen Ausgleich sowie die tägliche Arbeit mit den Zahlungsvorgängen ermöglichen.
„Der gezielte Ausbau und die zahlreichen Add-ons machen die neue Version Microsoft Dynamcis NAV 2013 R2 zu einer wertvollen Business-Lösung gerade für kleinere und mittelständische Kunden“, findet Hans-Jürgen Rose, Leiter des Geschäftsbereichs Dynamics Business Solutions der Microsoft Deutschland GmbH. „Durch die Anbindung an die Cloud und Windows Azure eröffnen wir auch unseren Partnern neue Möglichkeiten für die Bereitstellung ihrer customized Services für ihre Kunden.” hei

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