Industrie 4.0 ermöglicht vorauschauende Instandhaltung

Industrie 4.0 ermöglicht vorauschauende Instandhaltung

An der vorausschauenden Instandhaltung, Predictive Maintenance, werden das Prinzip und der Nutzen von Industrie 4.0 besonders deutlich: Eine verbesserte Produktionsplanung, längere Laufzeit und höhere Verfügbarkeit der Maschine lauten die Vorteile für Unternehmen.

Mark Alexander SchulteVon Mark Schulte
Industrie 4.0 hat noch nicht alle Fach- und Führungskräfte erreicht. Dennoch setzen einige Unternehmen bereits Cyber Physical Systems zur Erfassung, Steuerung und zum Monitoring von Objekten in Produktionsprozessen ein. Die vorausschauende Wartung von Maschinen und Anlagen auf Basis von Echtzeitdaten ist ein konkreter Anwendungsfall. Maschinen- und Anlagenbauer beabsichtigen, durch Industrie 4.0 ihr Servicegeschäft durch vernetzte und intelligente Maschinen auszubauen.

Anlagen sind mit Sensoren und vernetzten, eingebetteten Systemen ausgestattet

Die Basis bildet mit Sensoren und vernetzten, eingebetteten Systemen ausgestattete Anlagen. Die Sensoren erfassen den Verschleiß kritischer Bauteile einer Maschine und übertragen die Informationen an eine Software-Plattform. Diese analysiert die Echtzeitdaten und optimiert den Wartungsplan für das Team an Servicetechnikern.

Vorteile von Predictive Maintenance

Die drei größten Vorteile von Predictive Maintenance aus Sicht der Befragten sind eine bessere Produktionsplanung, eine längere Laufzeit der Maschinen und die Vermeidung von ungeplanten Stillständen – Gründe, die dazu beitragen, dass ein Viertel der befragten Fertigungsunternehmen heute bereits eine vorausschauende Wartung mittels Echtzeit-Daten im Einsatz hat, teilweise im Rahmen von Pilotprojekten, und weitere 25 Prozent Implementierungspläne für das nächste Jahr haben. Auch die Hersteller von Anlagen, Maschinen und Geräten planen einen massiven Ausbau ihres Angebots an Predictive Maintenance-Lösungen. IDC erwartet daher ein dynamisches Marktumfeld im Bereich der vorausschauenden Wartung auf Basis von Echtzeitdaten.

Betrieb und Instandhaltung durch externe Anbieter rücken stärker in den Fokus

Diese Entwicklung passt zu dem Ergebnis, dass jedes vierte Fertigungsunternehmen die Instandhaltung und den Betrieb von Maschinen zukünftig stärker auslagern will. Dieser Trend wird sicherlich durch den Kostendruck, den viele Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe spüren, und die Forderung nach mehr Flexibilität forciert. Aber auch technologische Weiterentwicklungen tragen hierzu bei. Denn durch vernetzte, mit Sensoren und eingebetteten Systemen ausgestattete Maschinen müssen Abnahmen seltener vor Ort durchgeführt werden. Vielmehr sind das Monitoring, die Steuerung und die Wartung der Anlagen durch die Übertragung von Maschinendaten für Serviceanbieter einfacher geworden. Diese Entwicklung bietet Maschinenbauern Geschäftspotential und die Möglichkeit, ihr Serviceangebot auszuweiten. Denn wer die Anlage herstellt, kennt sich in der Regel wie kein Zweiter mit ihren technischen Gegebenheiten aus.

Unternehmen schätzen Verwirklichung von Industrie 4.0 optimistisch ein

Die Mehrheit der befragten Unternehmen ist der Meinung, dass sich Industrie 4.0 durchsetzen wird und kein reines Hype-Thema ist. Den Zeithorizont bis zur vollständigen Verwirklichung der vierten industriellen Revolution schätzen über 80 Prozent auf die kommenden zehn Jahre ein – nach Ansicht von IDC eine optimistische Auffassung. Allerdings lassen die Unternehmen Taten sprechen: In jedem zweiten Betrieb, in dem Industrie 4.0 bekannt ist, wird es im kommenden Jahr ein Budget für Industrie 4.0-Initiativen geben, so dass weitere Pilotprojekte verwirklicht werden können.

Hürden sind noch zu bewältigen

IDC-Industrie4.0_WebDennoch gibt es auf dem Weg zur vierten industriellen Revolution große Hürden zu nehmen. Aus Sicht der Befragten sind dies insbesondere die Gewährleistung von Datenschutz und -sicherheit, die Finanzierung der Umsetzung, das Aufbrechen etablierter Strukturen und Abläufe sowie noch unausgereifte Technologie. Nur wenn Anbieter auf diese Herausforderungen Antworten entwickeln, ist die Grundlage für eine zeitnahe Umsetzung der Industrie 4.0 gelegt.

Eine Zusammenfassung der aktuellen IDC Studie können Anwenderunternehmen kostenfrei unter diesem Link anfordern. Mark Schulte, Consultant bei IDC/hei

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