Sicherheitsoffensive für Smartphones

Sicherheitsoffensive für Smartphones

Die Deutsche Telekom bietet ein Produktportfolio für mobile Sicherheits- und Datenschutzlösungen für Geschäfts- und Privatkunden an. Kunden könnten damit selbst bestimmen, wie sie mit ihren persönlichen und geschäftlichen Daten umgehen, und für welche Anwendungen im Unternehmen sie welches Sicherheitsniveau wählen möchten. Sämtliche Lösungen werden auf der diesjährigen CeBIT vom 10.-14. März in Hannover gezeigt (kostenlose Eintrittskarte).

„Smartphones sind Hochleistungsrechner und Telefone in einem. Nur gehen wir in der Regel viel zu leichtfertig mit ihnen um. Mit unseren neuen Angeboten zur Handysicherheit wollen wir genau diese Lücke schließen und Kunden die digitale Selbstbestimmung über ihre Daten und ihr Sicherheitsniveau zurückgeben“, sagt Dr. Jürgen Kohr, Leiter der Geschäftseinheit Cybersicherheit von T-Systems. Sämtliche Lösungen werden auf der diesjährigen CeBit vom 10.-14. März in Hannover gezeigt.

Basisangebot mobile Sicherheit

Ein Basisangebot für mobile Sicherheit ist das Handy-Sicherheitspaket. Die Telekom bietet ihren Kunden nach eigenen Angaben eine App mit Sofortschutz: Sie schütze Smartphones vor Malware, Phishing und Datenverlust, vor Bedrohungen der Privatsphäre sowie bei Verlust oder Diebstahl des Handys. Nach dem Start bei T-Mobile USA sei diese App bereits seit Anfang 2013 auf zahlreichen Androidgeräten in Deutschland, Kroatien, Ungarn und Griechenland vorinstalliert.

Datenschutzlösung für für Firefox-Smartphones

Eine weitere Stufe im Angebot sei eine Datenschutzlösung, die die Deutsche Telekom zusammen mit Mozilla für Firefox-Smartphones entwickelt hat: Mit „Future of Mobile Privacy“ soll der Nutzer die Möglichkeit erhalten, Einstellungsmerkmale auf seinem Smartphone individuell festzulegen und damit den gewünschten Datenschutz selbst zu bestimmen.
So könnten Nutzer selber entscheiden, in welchem Detaillierungsgrad App-Anbieter Standortdaten der Nutzer bekommen. Bei Wetterdiensten etwa müsse die Standortgenauigkeit sicher nicht so exakt sein wie für einen Navigationsdienst. Bei jedem Einstellungspunkt werde erklärt, welche Bedeutung er hat und wie er umgesetzt wird.

Bestimmte Funktionen des Prototypen „Future of Mobile Privacy“ würden im Betriebssystem verankert und sollen Schritt für Schritt mit kommenden Firefox OS Versionen für alle Geräte starten. „Wir wollen mit unserer Lösung zeigen, dass Datenschutzfunktionen auf dem Handy als fest verankerter Bestandteil durchaus möglich sind. Datenschutz ist für uns ein Thema, das von vornherein bei Produkten mitgedacht werden muss“, sagt Dr. Claus Ulmer, Datenschutzbeauftragter der Deutschen Telekom.

Privates und Dienstliches auf einem Smartphone – aber getrennt

Einen offenen, privaten Bereich, und einen geschlossenen Bereich, der etwa beruflich genutzt werden könne, zeigt die Telekom auf der CeBIT mit einem auf Samsung-Basis entwickelten, „gehärteten“ Smartphone. Beide Bereiche seien hier innerhalb desselben Betriebssystems sicher voneinander getrennt.  Dieses so genannte „Dual-Persona-Konzept“  beinhalte, dass Anwendungen aus dem „offenen“, privaten Bereich keinen Zugriff haben auf Daten des abgeschotteten dienstlichen Bereichs.

Verschlüsselungs-App aus der Cloud

Neben den verschiedenen Schutzmechanismen auf dem Endgerät biete auch die mobile Übertragung von Sprache und Daten einen denkbaren Angriffspunkt für Ausspähungen. Hier zeigt die Telekom zur CeBIT eine aus der Cloud betriebene Verschlüsselungs-App, die für Sprache und Textnachrichten die Verschlüsselung auf der gesamten Strecke sicherstellen soll. Zwei Endgeräte, die die App nutzen, tauschen demnach untereinander temporäre Verschlüsselungskodierungen aus. So sei die Lesbarkeit der Datenpakete in den Funk- und IT-Netzen ausgeschlossen.

Die App könne auf allen Android-Smartphones installiert werden, eine Version für iOs-Smartphones sei geplant. Das Angebot werde von T-Systems in Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen GSMK entwickelt und richte sich zunächst an Geschäftskunden.

SiMKo 3 – Smartphone, Tablet und Laptop

Das SiMKo 3-Smartphone sei vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik für die Geheimhaltungsstufe Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD) zugelassen. Es verschlüssele E-Mails, Kontakte, Termine, SMS, Fotos, Tonaufnahmen und Telefonate, sodass sie die Infrastruktur eines Ministeriums oder einer Firma nicht verlassen.

SiMKo 3 lasse sich auch als abhörsicheres Krypto-Telefon verwenden, das verschlüsselte Telefonate auf Basis von Voice over IP mit hochsicheren Verschlüsselungsverfahren biete. SiMKo 3 vereinige ein sicheres und ein offenes Gerät in einem Gehäuse. Mit einem Wischen über den Bildschirm wechsele der Nutzer zwischen den Betriebsarten ‚secureʻ und ‚openʻ – etwa, um von einer vertraulichen Nachricht zu einer Zug- oder Fluginformation zu wechseln.

Es finde eine tief ins Betriebssystem gehende Trennung statt, indem auf dem Gerät eine Micro-Kern und ein Crypto-Chip in SD-Kartenformat zugefügt wurde, die Privates und Dienstliches voneinander trennen. Zudem könnten Unternehmen die Backend-Systeme in ihre eigenen Rechenzentren übernehmen, was die Abschottung des Systems noch weiter erhöhe. Die SiMKo 3- Familie werde durch weitere Mobilgeräte erweitert. Ein SiMKo 3-Tablet befinde sich bereits im Zulassungsverfahren beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Auch ein Laptop mit SiMKo-Technik sei geplant. hei

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