Traditionelle Arbeitsmodelle werden abgelöst

Traditionelle Arbeitsmodelle werden abgelöst

Eine Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Kooperation mit Kyocera untersuchte, in welchem Ausmaß in deutschen Büros bereits digital gearbeitet wird, welche Motive es dafür gibt und was es Unternehmen bringt.

Die Digitalisierung verändert sowohl die Gesellschaft als auch die Wirtschaft. Digitale Arbeitsmodelle lösen traditionelle Arbeitsweisen ab. Diese Entwicklung macht auch vor der Büroarbeit nicht Halt. Vor diesem Hintergrund hat das Fraunhofer IAO in Kooperation mit KYOCERA Document Solutions untersucht, wie weit die Digitalisierung in Büros deutscher Unternehmen schon vorangeschritten ist.

Mittels einer Online-Umfrage hat das Fraunhofer IAO abgefragt, welche Tätigkeiten eher digital und welche eher papiergestützt durchgeführt werden. Zusätzlich wurden die Beweggründe und Hemmnisse für digitales Arbeiten beleuchtet. Auch die Bereitstellung und Nutzung digitaler Arbeitsmittel wurden in der Umfrage thematisiert sowie die Frage, welche Arbeitsweise und Ausstattung einer höheren Performance zuträglich sind. Knapp 700 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen haben den Angaben zufolge an der Online-Befragung teilgenommen.

Arbeitsmodelle-Kyocera-Zustimmung

Quellen: Fraunhofer IAO, Kyocera, Statista

Die Auswertung zeige deutlich, dass die große Mehrheit der Studienteilnehmer bereits verstärkt digital arbeitet. Bei 70 Prozent der Teilnehmer erfolge der Austausch von Dokumenten und Informationen weitgehend digital. Knapp ein Viertel der Teilnehmer habe noch ein sehr hohes Druckaufkommen bei seiner Arbeit, Papier stehe hier noch klar im Mittelpunkt. Vollkommen digital und papierlos arbeiten laut den Studienerstellern fast zehn Prozent der Befragten. In Besprechungen dominiere hingegen noch das Papier: Nahezu zwei Drittel der Studienteilnehmer verwenden demnach in Meetings überwiegend ausgedruckte Dokumente oder handgeschriebene Notizen.

Als wichtigste Motive für digitales Arbeiten werde das schnelle Finden und Weitergeben von Dokumenten (91 Prozent Zustimmung), das einfachere Teilen von Informationen (86 Prozent Zustimmung) sowie orts- und zeitunabhängiges Arbeiten (78 Prozent Zustimmung) angegeben. Jedoch halten der Umfrage zufolge auch sehr viele Teilnehmer IT-Geräte für zu umständlich und erledigen daher viele Dinge lieber in Papierform (86 Prozent Zustimmung).

„Die digitale Transformation eröffnet uns faszinierende Formen der verteilten Kommunikation. Wir können mit Menschen, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, einfach zusammenarbeiten und unsere Expertise an weit entfernten Stellen des Landes und der Welt einbringen. Gleichzeitig können wir von jedem noch so weit entfernten Ort auch unserer normalen Arbeit nachgehen – nur um ein Beispiel zu nennen“, sagt Stefan Rief, Leiter des Competence Centers Workspace Innovation am Fraunhofer IAO. „Die Studie belegt schon jetzt den positiven Effekt der Digitalisierung. Für die Zukunft gilt es nun, noch mehr Experimentierfreude, Neugier und Mut zum Ausprobieren neuer Dinge an den Tag zu legen. Insgesamt müssen wir agiler und weniger planungsorientiert werden.“ hei

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