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Mit jedem Ausbau der IT und der Abbildung neuer Geschäftsprozesse geht bei normalen Implementierungen auch im Nachgang ein neuer Bedarf an IT-Betriebskapazitäten einher. Sicherlich finden sich Synergieeffekte bei kleinen homogenen Softwarelandschaften.
Erfahrungsgemäß ist aber die IT-Landschaft in den meisten Unternehmen nicht auf dem Reißbrett entstanden, sondern durch organisches Wachstum in verschiedenen Jahren, Technologieperioden und unter verschiedenen Verantwortlichen. Damit steigen die Herausforderungen im IT-Betrieb, Standardisierungs- und Konsolidierungswellen folgen, aber die Komplexität wächst zumeist immer wieder nach.
Kein Wunder also, dass in den meisten Fällen die Unternehmen angaben, dass die Ausgaben für den IT-Betrieb in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich höher waren als die Mittel, die zur IT-Innovation bereit gestellt werden konnten. Lediglich gut ein Fünftel der befragten Unternehmen gab bei High- und Low-Performern an, dass die Mittel für die IT-Innovation überwogen, dagegen gaben in der Gruppe der High-Performer 54 Prozent und bei den Low-Performern 61 Prozent an, die Ausgaben für den IT-Betrieb wären höher gewesen.
Ein signifikanter Unterschied konnte dabei zwischen den Gruppen nicht festgestellt werden. Die Herausforderung der hohen IT-Betriebskosten stellt sich damit in allen Gruppen und damit lohnt ein näherer Blick darauf, wie groß diese Herausforderung in den Unternehmen ist.
Daher wurde erfragt, wie hoch der Anteil der Betriebskosten an den gesamten IT-Ausgaben sei. High-Performer investierten durchschnittlich 40 Prozent der IT-Gesamtausgaben in den Betrieb der bestehenden IT-Landschaft. Davon unterscheiden sich die Low-Performer signifikant, die durchschnittlich 53 Prozent des Budgets für den Betrieb aufwenden müssen. Damit ist sicherlich der erhöhte Rationalisierungsdruck bei den Low-Performern zu erklären (vgl. Erfolgreich durch IT, Analyst-Review - SAP Essentials Ausgabe 4/2012).
Bei den High-Performern dagegen scheinen sich vergangene Rationalisierungen bereits ausgezahlt zu haben, wenn auch zumindest in der Wahrnehmung der IT-Betrieb noch der größte Kostenblock ist. Letztlich haben High-Performer mehr Mittel frei, um diese in innovativsgetriebene Investitionen umzulenken als die Low-Performer, deren Fokus sich damit mehr auf die Rationalisierung verlagert.
Eine starke Rationalisierungsfokussierung kann aber nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Das Business bleibt nicht stehen, damit darf auch die IT nicht stehen bleiben und Innovation müssen dennoch weiter unterstützt werden. Auch IT-Anbieter haben dieses Dilemma zumindest erkannt und bieten mit cloud-basierten schlanken Lösungen die Möglichkeit, Innovation mit kalkulierbaren Betriebskosten zu konsumieren.
Bei allen Herausforderungen im Cloud Computing sollten IT-Verantwortliche bei starker Betriebsauslastung diese Möglichkeiten zumindest auf eine Integrierbarkeit in die eigene IT- und Unternehmensstrategie hin prüfen. Dr. Cristian Wieland/hei