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SAP bringt Echtzeit-Business-Intelligence für Mittelstandslösungen

Zwei auf SAP HANA basierende In-Memory-Lösungen ergänzen künftig SAPs Mittelstandslösungen Business One und All-in-One um Echzeit-Business-Intelligence. Die Implementierung soll teilautomatisiert ablaufen. Details zum Pricing gab die SAP nicht bekannt.

Mittwoch 08. Februar 2012

Mit Analytics powered by SAP HANA für SAP Business One und SAP HANA Edge Version stellen die Walldorfer zwei SAP-Lösungen für ihre In-Memory-Datenbank vor, die sich an kleine und größere Mittelstandsbetriebe richten. Analytics powered by SAP HANA für SAP Business One zielt auf Unternehmen, die die SAP-Lösung für den Mittelstand einsetzen und schließt das operationale Reporting von SAP Crystal Reports ein. Der Ramp-up startet Ende Februar, die allgemeine Verfügbarkeit ist für den weiteren Verlauf des Jahres geplant. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über Partner.

Die zweite Variante, SAP HANA Edge Version, richtet sich an SAP-Kunden, die die SAP-Lösung für den gehobenen Mittelstand Business All-in-One einsetzen. In Kombination mit der Business-Intelligence-Lösung SAP BusinessObjects Edge sollen Kunden einen Echtzeitblick auf Daten erhalten. Die SAP HANA Edge Version ist ab sofort über Partner verfügbar.

SAP veröffentlicht Preismodell nicht
"Der Ansatz, leistungsfähige Analysetools auch für kleinere Unternehmen anzubieten, die beispielsweise SAP Business One mit acht Anwendern nutzen, ist lobenswert", erläutert Frank Naujoks, Analyst bei Intelligent Systems Solutions. "Entscheidend für den Erfolg bei kleinen und mittleren Unternehmen wird aber hauptsächlich der Preis sein." Genau hier könnte der Hase im Pfeffer liegen: Duffaut spricht zwar blumig von "Preisen, die sich an den Erwartungen des Mittelstands orientieren", nennt aber keinerlei konkrete Werte. Erst im vergangenen Jahr hatte Marco Lenck, Vorstandsmitglied im Fachressort Technologie der SAP-Anwendergruppe DSAG, die Preisgestaltung als eine Haupthürden für die Akzeptanz von SAP HANA im Mittelstand bezeichnet.

Spezielle Server sind erforderlich
In Sachen Hardware braucht SAP HANA spezielle Server, die beispielsweise Dell, Fujitsu, HP und IBM liefern. Im Vergleich zu den Modellen für Großunternehmen beinhalten die Mittelstandsvarianten laut Duffaut weniger Hauptspeicher und bedienten weniger Anwender gleichzeitig. Softwareseitig unterschieden sich die Mittelstandsversionen nicht von der Variante für Großunternehmen, sie könnten daher die gleichen Upgrade-Pfade nutzen.
Business Content soll in beiden Mittelstandspakete den Betrieb vereinfachen. Ein Beispiel hierfür ist das Modul SAP COPA Accelerator, das Ad-hoc-Profitabilitätsabfragen ermöglicht. Diese Lösung gehört zu den Nutzungsszenarien, in denen SAP HANA als Datenbank für Produkte wie SAP ERP eingesetzt wird. Weitere vordefinierte Lösungen sollen Partner entwickeln.

Side-by-Side-Implementierung vermeidet Betriebsunterbrechung
Beide Mittelstandsversionen von SAP HANA werden laut Eric Duffaut, President of Global Ecosystem & Channels parallel zum bestehenden Transaktionssystem installiert. Somit ließen sie sich ohne Betriebsunterbrechung einführen. Über Rapid Deployment Solutions mit vorkonfigurierter Software und Implementierungsservices der Partner, wie SAP ERP Operational Reporting mit SAP HANA, seien die Lösungen zügig zu implementieren.

Big-Data-Analytics für kleinere Betriebe
Von der rasanten Analyse mit SAP HANA profitieren bislang vor allem Großunternehmen wie etwa Krankenkassen und Energieversorger. Für den Mittelstand erschließt sich der Nutzen nicht unmittelbar. „Kleine und mittelständische Unternehmen brauchen sowohl eine vereinfachte IT-Landschaft als auch die Möglichkeit, komplexe Daten in Echtzeit zu verarbeiten“, wirbt SAP-Technologievorstand Vishal Sikka. „Mit SAP HANA können sie strukturierte und unstrukturierte Daten aus multiplen Quellen in Echtzeit analysieren." Interaktive Reports und Ad-Hoc-Analysen stünden innerhalb von Sekunden bereit. Aufgrund des zentralen Cockpits könnten Anwender zwischen den einzelnen Objekten aus SAP Business One navigieren, ohne den Screen zu wechseln. jf

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