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Fallen im mobile Business Intelligence

Mobile Business Intelligence (BI) bildet einen kritischen Erfolgsfaktor innerhalb der IT-Strategie von Unternehmen. Umgehen IT-Manager fünf möglichen Fallen, sichern sie den Projekterfolg.

Montag 06. Februar 2012
Achim Röhe, Vice President Professional Services EMEA bei arcplan, warnt vor Fallen bei mobile Business Intelligence.

IT-Manager sollten sich nicht überstürzt in Projekte für mobile Business-Intelligence (BI)-Lösungen stürzen. Eine klare definierte Strategie und systematisch erfasste Anwenderwünsche führen zu hoher Nutzerakzeptanz und einem erfolgreichen Projekt. Achim Röhe, Vice President Professional Services EMEA bei arcplan, rät IT-Verantwortlichen die folgenden Fallen bei Projekten für Mobile-BI- zu umgehen:

1) Die Funktions-Falle
Wenn Anwender zum ersten Mal mit mobilen Business Intelligence-Lösungen arbeiten, erwarten sie oft die gleichen Funktionen wie sie diese vom Laptop oder PC kennen. Leider bietet mobile BI derzeit noch keine Funktionen wie „Drag & Drop” und so kommt es zu völlig anderen Nutzererfahrungen. Um dem Rechnung zu tragen, sollten mobile BI-Anwendungen eine gerätespezifische Bedienung unterstützen, die etwa ein Zoom-In und Zoom-Out erlauben sowie großzügige Schaltflächen und einfache Navigation anbieten, um so anwenderfreundlich wie möglich zu sein. Wichtig ist, den Nutzern aufzuzeigen, welche Funktionen mobil zur Verfügung stehen, um einen sanften Übergang von stationärer zu mobiler BI zu gewährleisten.

2) Die Design-Falle
Die Auflösung mobiler Endgeräte macht regelmäßig ein Re-Design von BI-Anwendungen notwendig – nicht immer ein vollständiges Neu-Design bestehender Anwendungen, aber zumindest eine Anpassung von Schriftgrößen, Grafiken und Schaltflächen, um kleineren Bildschirmen zu genügen. Weiterhin muss ein Smartphone-App andere Anforderungen erfüllen als eine Tablet-Anwendung. Während ein 9-Zoll Tablet-PC ein vollständiges Dashboard abbilden kann, sollte sich eine BI-App auf dem Smartphone auf eine Liste von Berichten beschränken, die auf individuelle Grafiken verweisen. Mit der wachsenden Popularität mobiler BI werden Unternehmen ihre Dashboards und Berichte zukünftig direkt auch an den Erfordernissen mobiler Endgeräte ausrichten und so eine einfachere Verteilung an die unterschiedlichen Geräteklassen ermöglichen.

3) Die Zielgruppen-Falle
Im Interesse der Minimierung von Vorlaufkosten und Supportaufwand durch die IT sollte bereits im Vorfeld bedacht werden, wer am meisten von mobiler BI profitiert. Diejenigen, die ihre Arbeit am Schreibtisch erledigen, wie etwa Mitarbeiter im Rechnungswesen oder Controlling, sind kaum die richtige Zielgruppe. Führungskräfte, die häufig unterwegs sind, Vertriebsmitarbeiter und reisende Manager, die mehrere Betriebsstätten oder Verkaufsstellen betreuen, werden den größten Nutzen aus mobiler BI ziehen, da diese sich ideal für den schnellen und zeitkritischen Einsatz eignet, wie zum Beispiel die Abfrage von Kundenumsätzen auf dem Weg zu einem Meeting.

4) Die Sicherheits-Falle
Mobile BI stellt besondere Anforderungen an Lösungen zur Datensicherheit. IT-Abteilungen haben ein Problem, wenn die Datensicherheit, etwa durch den Verlust von Endgeräten oder den Zugriff Dritter auf mobile Anwendungen, nicht mehr gewährleistet ist. Ein im Vorfeld aufzustellendes, detailliertes Sicherheitskonzept sollte beinhalten, wie Endgeräte und Datenübertragung geschützt werden und auf welche Weise Anwender autorisiert und authentifiziert werden. Obwohl ein Großteil der Sicherheitsfragen von IT-Abteilungen gelöst wird, bedienen sich etliche mobile BI-Lösungen der gleichen Sicherheitsinfrastruktur und Zugriffsrechte der in Unternehmen vorhandenen BI-Plattformen. Es gibt eine Vielzahl weiterer Optionen zur Erhöhung der Sicherheit, wie etwa die Implementierung eines sicheren Extranets oder den Einsatz eines ferngesteuerten „Radierers“ für verlorene Endgeräte. Wichtig ist, sich rechtzeitig für die eine oder andere Lösung zu entscheiden.

5) Die Applikations-Falle
Nicht jede vorhandene BI-Anwendung muss auch mobil verfügbar sein. Entscheidend ist der alltägliche Einsatz von Smartphones und Table-PCs. Üblicherweise werden Blogs schnell konsumiert, Textnachrichten ausgetauscht oder Suchen nach Informationen durchgeführt. Mobile BI funktioniert genauso und sollte Anwendern ein konsum-orientiertes Modell mit beschränkten analytischen Funktionen zur Verfügung stellen. Ein Modell, das umfassende Analysemöglichkeiten bietet, eignet sich besser für Laptops und PCs, die die Geschwindigkeit und Leistung für umfangreiche Analysen bieten, ohne zum Flaschenhals zu werden. Mobile Anwender sollten Zugriff auf die Dashboards und Berichte haben, die Nutzen auf den ersten Blick bieten. Detaillierte Ad-hoc-Analysen sollten der Desktop BI vorbehalten bleiben.

Achim Röhe/hei

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