Microsoft Azure

Sie sind hier:Startseite News 

News

Der Chief Information Officer hat ausgedient

Den Chief Information Officer wird es laut einer Marktbetrachtung des Beratungsunternehmen Lodestone Management Consultants schon bald nicht mehr geben. Die künftigen Chief Integration Officer müssen flexible Architekturen, unterschiedliche Plattformen, Netzwerk-orientierte Dienste und kollaborative Prozessstrukturen weltweit in Einklang bringen.

Dienstag 06. Dezember 2011

Um die neuen Herausforderungen und Aufgaben des Netzwerk-Zeitalters bewältigen zu können, ist laut Lodestone eine neue Generation von CIOs gefordert. „Deren Hauptaufgabe wird in einer sicheren Integration von neuen, meist internetbasierten Technologien, Anwendungen und Endgeräten in bisherige Client-Server-Strukturen liegen“, betont Nobert Kettner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Lodestone Management Consultants Deutschland.

Radikale Veränderungen

Vier radikale Veränderungen werden die Rolle des künftigen Chief Information Officer CIO laut dem Beratungsunternehmen Lodestone definieren und diesen zu einem Chief Integration Officer mit zentraler Geschäftsleitungsfunktion machen (siehe Grafik).

1. Vom Enterprise Resource Planning (ERP) zum GRP - Ersatz lokaler Unternehmenssoftware durch ein konzernweites Global Resource Planning
Bereits heute besteht ein Großteil von IT-Projekten darin, ERP-Systemlandschaften zu konsolidieren. Aufgrund von global ausgelegten Geschäftsmodellen wird sich diese Entwicklung verstärken. Die meisten multinationalen Unternehmen werden in naher Zukunft weniger als fünf ERP-Systeme nutzen. Mittel- bis langfristig geht die Tendenz gar in Richtung eines Global Resource Planning (GRP) Systems. Die Folge: CIOs müssen sich intensiver mit der Integration von Prozessen auseinandersetzen - über verschiedene Regionen, Geschäftsbe­reiche oder Landesgrenzen hinweg. Darüber hinaus werden sie Geschäftsfunktionen - im Finanzwesen, im Einkauf oder im Personalwesen - standardisieren und vermehrt in globalen Servicezentralen, so genannten Shared-Services-Centern, zusammenfassen. So sind diese konzernweit einheitlich, was in der Regel die Effizienz erhöht und zu niedrigeren Kosten führt.

2. Von EVC (Enterprise Value Chain) zu NVC (Network Value Chain) - das Netzwerk wird „verantwortlich“ für den Wertbeitrag der IT

Die Wertschöpfung wird künftig im Verbund mit Kunden, Partnern und Lieferanten erzielt. Die Unternehmen werden diese deshalb stärker in ihre Kerngeschäftsprozesse einbeziehen müssen. Die bisherige Wertschöpfungskette (Enterprise Value Chain) wird sich folglich zu einem Wertschöpfungsnetz (Network Value Chain) erweitern. Um die Qualität von Produkten, Services und Prozessen halten und in einem zweiten Schritt erhöhen zu können, muss die IT hohen Prozess- und Technologie-Integrationsanforderungen gerecht werden. Die CIOs werden sich verstärkt mit unterschiedlichen, externen Applikationen und Infrastrukturen auseinandersetzen müssen.

3. Vom Projekt zum Portfolio - Bewertung und Management umfangreicher, konzernweiter IT-Portfolios, statt bloßer Priorisierung der Projekte
Das gegenwärtige Netzwerk-Zeitalter ist geprägt durch heterogene Technologien wie Smartphones, Tablet-PCs, Internet-Applikationen, Blogs, soziale Netzwerke und virtuelle Datenhaltung. Rund 50 neue Technologien und Trends werden damit einhergehen. Die Zeiten unternehmensweit standardisierter Clients sind vorbei. Diese zunehmende Technologisierung erfordert ein systematisches Portfolio-Management zur Bewertung des wirtschaftlichen Nutzens sowie der Risiken von technischen Innovationen. Die CIOs benötigen Fähigkeiten, diejenigen Projekte zu initiieren und umzusetzen, welche die Unternehmensstrategie unterstützen und einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.

4. Von ‚Sekundär‘ zu ‚Primär‘ - Wert-Beitrag verlagert IT von Support- zu Kernfunktion
Zukünftig werden alle Kernprozesse der Wertschöpfungskette maßgeblich von der IT abhängen. Der Durchdringungsgrad wird zunehmen, sodass die IT nicht mehr nur eine unterstützende Funktion hat, sondern selbst Teil der Kerngeschäftsprozesse der Unternehmen wird. Der CIO wird deshalb nicht mehr nur ‚Costcenter‘ sein, sondern einen Nachweis zum Wertbeitrag erbringen müssen, sodass Investitionen einen entsprechenden Return on Invest (ROI) erzielen. Die Entwicklung ist daher vorgezeichnet: Die CIOs müssen direkt dem CEO unterstellt werden. Nur so können sie Treiber von wertschöpfenden Neuerungen sein und sich als solche positionieren.


Studie: „The future CIO’s role“

Die angeführten Erkenntnisse von Lodestone fußen den Angaben zufolge einerseits auf der Erfahrung aus über 200 Projekten, die das Beratungsunternehmen in den vergangenen fünf Jahren strategisch begleitet hat. Zum anderen beruhen sie laut Lodestone auf den Ergebnissen von Studien aus den Jahren 2007 bis 2011, die das Beratungshaus im Rahmen einer Primär- als auch einer Sekundärrecherche ausgewertet habe – darunter eine Studie der Fachhochschule Ingolstadt („The future CIO’s role“), die von März bis Juni 2011 CIOs aus Fertigungs-, Service- und Handelsunternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und mehr als einer Milliarde Euro Umsatz befragt hat. hei

Anzeige

is report Business Guide SAP-Lösungen

Die isi Medien GmbH erstellt den neuen Guide für das Jahr 2012. Über Beteiligungsmöglichkeiten informiert Sie gerne Herr Stefan Raupach unter 089 / 90 48 62-30 oder sraupach@isreport.de.

Den Buchungscoupon finden Sie hier.

Bestellen können Sie die Standardreferenz für SAP-Lösungen auf dieser Seite, telefonisch unter 089/90 48 62 10 und per E-Mail unter eantritter@isreport.de.