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IDOL steht für Intelligent Data Operation Layer. HP präsentiert die Autonomy-Technologie als einheitliche Verarbeitungsschicht, über die Unternehmen unstrukturierte Daten wie E-Mails, Social-Media-Inhalte, Audio- und Videodateien gemeinsam mit strukturierten Daten analysieren können. Technisch werden dafür Autonomys Software für die automatische Verarbeitung und Analyse unstrukturierter Daten mit der Vertica-Technologie für die Echtzeit-Analyse strukturierter Daten gekoppelt
Zeit- und kostenintensive Kopien entfallen
Mike Lynch, früher CEO von Autonomy, heute Executive Vice President Information Management bei HP, bezeichnet die Analyse unstrukturierter Daten als Paradigmenwechsel in das Zeitalter „menschengerechter Informationen“. Auf Basis der Autonomy-Technologie will Lynch Anwendungen entwickeln, die den Inhalt unstrukturierter Daten anhand des Kontexts erschließen. Deren Menge wachse dreimal so stark wie das Volumen strukturierter Daten.
Die Funktionen von IDOL 10 umfassen unter anderem die Manage-in-Place-Technologie. Diese belässt Daten bei der Analyse an ihrem ursprünglichen Platz, so dass Zeit- und kostenintensive Kopien entfallen. Über die NoSQL-Schnittstelle führen Anwender Cross-Channel-Analysen für strukturierte und unstrukturierte Daten in einer einheitlichen Verarbeitungsschicht durch. Die Plattform Vertica Analytics ermöglicht eine native In-Database-Analyse, einschließlich Analyse-Funktionen für Geodaten, Ereignisreihen-Musterabgleiche, Ereignisreihen-Muster-Kombinationen sowie erweiterte Statistik- und Regressionsanalysen.
Vorkonfigurierte Appliances sollen out-of the box laufen
HP hatte Autonomy im September 2011 übernommen und plant ab März kommenden Jahres drei Appliances zu liefern, die auf Proliant-Servern vorkonfigurierte Varianten der IDOL-Technologien darstellen. Die Archivierungs-Appliance bündelt und dedupliziert Daten, indexiert sie und erstellt Metadaten von sämtlichen Informationstypen. Der Einsatzzweck zielt auf Compliance-Anforderungen. Die E-Discovery-Appliance sammelt Daten für eine anschließende Prüfung und Analyse. Ihr Einsatzweck sei beispielsweise die Dokumentation von Geschäftsabläufen und Entscheidungen für Rechtsstreitigkeiten. Die E-Discovery-Appliance wiederum katalogisiert strukturierte und unstrukturierte Daten aus unterschiedlichen Datenquellen. Sie soll Unternehmen einen Überblick über vorhandene, aber ungenutzte Informationen verschaffen.
Die Appliances stellen HPs erste Analyse-Produkte auf Basis der Autonomy-Technologie dar. Der vorherige HP-CEO Leo Apotheker hatte die Autonomy-Übernahme im August dieses Jahres eingefädelt, nachdem er im März Vertica übernommen hatte. Autonomy hatte seine Produkte bislang fast ausschließlich an Großunternehmen verkauft. HP will laut Mike Lynch die Analyse-Appliances auch in mittelständischen Unternehmen platzieren. Zu den Preisen macht HP keine konkreten Angaben und erklärt lediglich, dass sie sich an der der Datenmenge sowie an der Zahl der genutzen Datenquellen orientieren.
Predictive Analytics für IT-Systeme
Für die IT-Management-Plattform HP IT Performance Suite hat HP zwei neue Editionen vorgestellt. Die HP IT Performance Suite überwacht, analysiert und steuert die gesamte IT-gestützte Servicelandschaft. Rollen-spezifische Dashboards fassen alle entscheidungsrelevanten Informationen und Kennzahlen zusammen.
Die Version VP of Operations Edition enthalte mehr als 50 vordefinierte Key Performance Indicators, die anzeigen, wie gut die IT den Geschäftsbetrieb unterstützt. Sie umfasst außerdem die Software HP Business Service Management 9.1 mit dem neuen Service Health Analyzer. Dieses Werkzeug korreliert Leistungsabweichungen mit historischen Leistungsdaten und leitet daraus mögliche IT-bedingte Störungen der Geschäftsprozesse ab. Damit kann das IT-Management potenzielle Probleme analysieren und beheben, bevor diese auftreten.
Der Service Health Analyzer baut auf dem HP Run-Time Service Model auf. Dieses liefert einen Echtzeit-Überblick über sämtliche Anwendungs-Services, egal ob sie on- oder off-premise, in physischen oder virtuellen Umgebungen laufen.
Die VP of Applications Edition der HP IT Performance Suite vergleicht Performance-Daten mit mehr als 60 standardisierten Key Performance Indikators und nutzt die Software HP Application Lifecycle Management, um die Software-Entwicklung zu verbessern.
Services sollen Cloud-Umgebungen absichern
Auch neue Cloud-Lösungen und -Services hat HP auf der Kundenkonferenz angekündigt. Das Cloud Protection Program soll umfassenden Schutz für hybride Cloud-Umgebungen bieten. Das Programm bündelt Dienstleistungen für Strategie-Entwicklung, Planung, Entwurf und Einführung einer ganzheitlichen Sicherheits-Architektur. Als Ergänzung dient ein Cloud Protection Center of Excellence, in dem Unternehmen Sicherheitslösungen für virtuelle und Cloud-Umgebungen sowohl von HP als auch von Partnern und Drittanbietern testen können. Neu ist weiterhin die HP Enterprise Cloud Services for SAP Development and Sandbox Solution, die es Kunden ermöglichen soll, SAP ERP über eine virtuelle Private Cloud zu testen und Funktionen zu simulieren. jf
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