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Die In-Memory-Datenbank HANA war das zentrale Thema der SAP-Hausmesse Sapphire in Madrid. „Wir bringen diese Datenbank in jedes unserer Produkte“, erklärt SAP CTO Vishal Sikka. Während Sikka keinen Zeitraum für diese Integration nennt, prognostiziert SAP CIO Oliver Bussmann, dass der größte Teil der SAP-Software wohl innerhalb der nächsten zwei Jahre mit dieser Big-Data-Technologie laufen wird.
Sybase IQ wird weiter entwickelt
Parallel zu HANA wird SAP laut Co-CEO Jim Hagemann Snabe die Datenbank Sybase IQ vermarkten: „Wir werden beide Produkte weiter entwickeln. Eine Zusammenführung ist nicht geplant.“ Sybase IQ verfügt arbeitet wie HANA mit spaltenorientierter Speicherung und kann massiv parallel arbeiten. In-Memory-Fähigkeiten fehlen allerdings.
HANA fungiert als zentrale Datenbank bei SAP BW
Aktuell vorgestellt wurde eine neue Version von SAP BW, bei der HANA als zentrale Datenbank fungiert. Der erste Anwender dieses Produkts ist der österreichische Limonadenhersteller Red Bull, der in 160 Ländern Niederlassungen unterhält. „Dank eines verzögerungsfreien Zugriffs auf aktuellste Informationen treffen wir künftig besser fundierte Geschäftsentscheidungen“, plant Christian Stockreiter, Leiter Business Applications bei Red Bull. „In der Migration konnten wir die Größe unserer Datenbank von 1,5 Terabyte auf 250 bis 300 Gigabyte reduzieren. Das entspricht einer Schrumpfung um 80 Prozent.“
AOK nutzt In-Memory-Technologie
Ein weiterer Anwender dieser In-Memory-Technologie ist die Berliner Universitätsklinik Charité, die damit die Daten ihrer Patienten analysiert, um die Behandlung zu optimieren. Deutschlands größte Krankenkasse AOK nutzt HANA, um Muster in Muster in Krankheitsverläufen zu erkennen und den Versicherten auf dieser Basis individuelle Vorsorgeprogramme etwa für die Behandlung von Diabetes und Herzschwäche zu empfehlen. HANA integriert bei der AOK die Daten aus den im Rahmen der Branchenlösung Oscare entwickelten Data Warehouse Lösungen.
Hardware-Anbieter bieten HANA-Appliances
HANA-Appliances haben derzeit die Hardware-Hersteller Fujitsu, Dell, Hitachi, HP und IBM im Angebot. Laut SAP-CTO Sikka verursacht der Umstieg auf die In-Memory-Technologie keine oder nur äußerst geringe Unterbrechungen der betriebswirtschaftlichen IT-Systeme. Der größte Vorteil für die Kunden sei die höhere Zugriffsgeschwindigkeit. Da beim Einsatz von HANA andere Datenbanken sowie ETL-Prozesse (Extraktion, Transformation, Laden) und Aggretationsschichten entfallen, würden die Systeme schlanker und seien kostengünstiger zu betreiben. Über Analyse- und Transaktionsanwendungen hinaus werde HANA künftig im Master Data Management der Applikationsplattform Netweaver als Metadaten-Repository zum Einsatz kommen.
Cloud Computing bildet Grundpfeiler
Als zweiten Pfeiler der Innovation betrachtet Snabe das Cloud Computing. Die On-Demand-Lösung SAP Business ByDesign setzen derzeit rund 700 Kunden ein, bis Ende des Jahres sollen es 1000 werden. Funktionserweiterungen und Branchenlösungen für SAP Business ByDesign erstellen die SAP-Partner mit einem Software Development Kit. Ein App-Store enthält derzeit etwa 70 Zusatzlösungen. Neben der stark standardisierten On-Damand-Suite bietet SAP auch Abteilungslösungen in der Cloud, wie beispielsweise SAP Sales on Demand sowie die Personallösung SAP Career On Demand. jf
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