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Wertbeitrag der IT ist noch ausbaufähig

IT-Verantwortliche müssen sich daran messen lassen, welchen Beitrag ihre Systeme zum Geschäftserfolg leisten. In einer aktuellen, branchenübergreifenden Befragung hat BearingPoint bei 350 Unternehmen ermittelt, wie es darum bestellt ist.

Dienstag 18. Oktober 2011
"Wer den eigenen Wertbeitrag zur IT kennt, hat einen deutlichen Vorteil“, betont Jörg Wegner, Partner bei BearingPoint.

CIOs (Chief Information Officers) stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Wertbeitrag nachzuweisen, um Mittel für ihre Projekte generieren zu können. „Wer den eigenen Wertbeitrag kennt, hat hier einen deutlichen Vorteil“, betont Jörg Wegner, Partner bei BearingPoint.

Sicherheit und Performance spielen wichtigste Rolle

In einer branchenübergreifenden Befragung von BearingPoint, an der sich laut den Angaben 350 Unternehmen beteiligt haben, maß die Management- und Technologieberatung den aktuellen Wertbeitrag der IT. Die BearingPoint-Untersuchung (Link zum Download) zeige, dass gemessen an einer idealtypischen IT-Unterstützung der Wertbeitrag in den Unternehmen derzeit nur bei durchschnittlich 43 Prozent liege. Zuverlässigkeit und Performance – unverzichtbare Werte für Produktion, Serviceleistungen und interne Prozesse – spielten angesichts begrenzter Budgets in Krisenzeiten bisher die wichtigste Rolle in der IT. Das habe sich auf die aktuelle Situation ausgewirkt: Heute haben diese beiden Komponenten den Angaben zufolge den höchsten Reifegrad von jeweils über 44 Prozent. Die Geschäftsprozessausrichtung weise hingegen Lücken auf: Obwohl 80 Prozent der Unternehmen diese für wichtig bis sehr wichtig halten würden, liege ihr Reifegrad bei lediglich 41 Prozent.

Innovation hat nur geringe Priorität

Auch dem Thema Innovation sei bislang nur eine geringe Priorität eingeräumt worden. Über 80 Prozent bewerten der Studie zufolge diesen Bereich in der eigenen Organisation als unzureichend bis durchschnittlich gut aufgestellt. Bei einem Reifegrad von nur 36 Prozent bestehe hier dringender Nachholbedarf. Das Fehlen innovativer technischer Lösungen schmälere Produktivität und Kosteneffizienz der Geschäftsprozesse sowie die Entwicklung von potenziellem Neugeschäft. Der Faktor Transparenz erziele ebenfalls insgesamt einen eher niedrigen Umsetzungsgrad.

Hoher Nachholbedarf bei Industrie und Handel

Welchen Beitrag die IT in Unternehmen leistet, variiere je nach Branche und Organisationsgröße. Unternehmen des Dienstleistungsbereichs sowie Banken und Versicherungen stünden im Branchenvergleich am besten da. Sie erzielen demnach einen Wertbeitrag von jeweils knapp 50 Prozent. Bei Industrie und Handel bestehe hingegen der höchste Nachholbedarf (Wertbeitrag: 37 Prozent). Große mittelständische Unternehmen wüssten ihre IT am besten einzusetzen (Wertbeitrag: 48 Prozent). Sie könnten flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren und verfügten gleichzeitig über die Mittel zur Sicherung des operativen Geschäfts.

Die Befragung sei Teil eines von BearingPoint entwickelten, praxisorientierten Modells. Hierfür seien verschiedene Komponenten auf deren Entwicklungsstand beziehungsweise Reifegrad überprüft worden. Zu den Komponenten zählen Geschäftsprozessausrichtung (wie werden Kernprozesse in Unternehmen durch IT unterstützt), Zuverlässigkeit (sind Leistungen der IT-Organisation und -Infrastruktur stabil und verlässlich), Performance (wie leistungsfähig sind IT-Organisation und -Infrastruktur), Innovation (unterstützt IT Innovationsprozesse im Unternehmen) und Transparenz (sind Informationen verfügbar und Entscheidungen nachvollziehbar). Nach ihrer spezifischen Relevanz gewichtet, ergeben die Komponenten laut BearingPoint zusammen den individuellen IT-Wertbeitrag. hei