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Die SAP erweitert die Pflege für alle Kernanwendungen der SAP Business Suite 7, inklusive der Enterprise-Resource-Planning-Anwendung SAP ERP 6.0, um fünf Jahre von Dezember 2015 bis Dezember 2020. Kunden benötigten so bis dahin keine unternehmensweiten Upgrades. Die erweiterte Wartung gelte auch für SAP NetWeaver, die Technologieplattform für SAP-Business-Suite-Kernanwendungen sowie für alle SAP-Erweiterungspakete für die Suite. Auf welchen vier Grundsteinen die Zukunft der SAP Business Suite fußt, beschreiben Peter Maier und Bernd Leukert von der SAP im Video „SAP Business Suite Innovation Roadmap“.
Vierteljährliche Software-Erweiterungen
Software-Erweiterungen bietet die SAP ihren SAP-Business-Suite-Kunden künftig in vierteljährlicher Folge, ohne deren Geschäftsbetrieb durch umfangreiche Upgrade-Projekte zu stören. Hierzu zählen laut den Angaben funktionale sowie technische Innovationen einschließlich Mobility, In Memory, Cloud Computing Technologie und die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit.
Genauere Details zu der Roadmap der Software-Erweiterungen werden auf der SAPPHIRE NOW und SAP TechEd 2011 bekannt gegeben. Die beiden Veranstaltungen finden vom 8. bis 10. November 2011 in Madrid statt.
Keine flexiblen Support-Leistungen
Obwohl DSAG und SAP seit dem Wegfall des Zwangs zum umfassenden aber teuren Enterprise Support harmonisch kooperieren, sind längst nicht alle Wünsche der Anwender erfüllt: In den Bereichen Technologie, Prozesse/Anwendungen, Branchen sowie Service & Support. fordert die DSAG neben der Wartungssicherheit Klarheit und Planungssicherheit über die künftige Roadmap. Bei mobilen Anwendungen wollen die Anwender laut DSAG erfahren, wie sich entsprechende Lösungen ohne großen Aufwand einsetzen lassen. Das DSAG-Ressort Service & Support verlangt nach wie vor flexible Lizenzmodelle, bei denen die Unternehmen nach aktuellem Bedarf Leistungen zubuchen und wieder kündigen können. Beim letztgenannten Punkt macht die SAP bislang keine konkreten Schritte auf die Anwender zu.
In seiner Keynote zum12. Jahreskongress der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. in Leipzig hat der DSAG-Vorstand deshalb heute den Abgleich von Kundenerwartungen mit dem SAP-Produktportfolio in den Mittelpunkt gestellt. „Wir wissen am besten, was Anwender brauchen und sorgen dafür, dass SAP davon erfährt und aktiv wird“, stellte Prof. Dr. Karl Liebstückel das Selbstverständnis der über 2.500 DSAG-Mitgliedsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz heraus.
Der Vorstandsvorsitzende und die Ressortvorstände konkretisierten in ihrer Keynote die aktuellen Forderungen an SAP.
Technologie
Der Bereich Technologie erwartet konkrete Antworten darauf, wie die SAP-Technologie-Plattformen erneuert werden können, um die IT-Komplexität weiter zu verringern. Beim Stichwort mobile Infrastruktur wäre es wichtig zu erfahren, wie entsprechende Lösungen ohne großen Aufwand einsetzbar sind. Und in Bezug auf die In-Memory-Technologie muss sich zeigen, ob es sich „nur“ um ein Tool oder einen Paradigmenwechsel handelt.
Prozesse/Anwendungen
Den Blick nach vorn richtet auch das Ressort Prozesse und Anwendungen. Mit dem Fokus, die Einflussnahme im Entwicklungsprozess bei Verbesserungen (Improvements) und Weiterentwicklungen (Innovations) bei bestehenden und neuen IT-Lösungen zu einem kontinuierlichen Prozess zwischen DSAG und SAP auszubauen. Ein Beispiel dafür ist das Thema E-Bilanz. Hier besteht derzeit Handlungsbedarf hinsichtlich benötigter Funktionalität und in welcher Form und in welchem Rahmen diese ins SAP-Produktportfolio eingebaut werden soll.
Service & Support
Im Ressort Service & Support ist die Erneuerung des CCC/CCoE-Programms (Customer Competence Center of Expertise) von zentraler Bedeutung, mit dem Ziel, Prozesse in der Zusammenarbeit zwischen SAP und Kundenorganisation zu verbessern. Zudem wird auf Lizenzmodelle hingewirkt, die für die Kunden besser geeignet sind als das aktuelle. In diesem Zusammenhang wird besonderer Wert darauf gelegt, dass Produkte, die sich in der Mainstream-Wartung befinden, die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Kunden sollten nicht zu Releasewechseln gezwungen werden, weil benötigte Funktionen mit einer neuen Lösung ausgeliefert werden.
Branchen
Konkrete Anforderungen formuliert auch das Ressort Branchen. Zum einen wird Klarheit verlangt, ob die Branchenlösungen als Kerngeschäft von SAP fortbestehen werden. Zum anderen wurde die Forderung platziert, eindeutige Definitionen für ERP oder komponentenübergreifende Lösungen zu geben. Und nicht zuletzt soll der Einfluss der DSAG-Arbeitskreise im SAP-Eco-System über sogenannte Advisory Boards weiter gestärkt werden.
Österreich
Das Ressort Österreich arbeitet weiter daran, den CIO-Kreis und die DSAG-Arbeitsgruppen auf nationaler Ebene zu stärken. Dafür ist geplant, als DSAG in Österreich noch stärker präsent zu sein. Außerdem sollen nationale Entwicklungen, z. B. in den Bereichen Personalwirtschaft und Immobilien aufgegriffen werden, um den Weg von SAP vom Produktanbieter zum Lösungsanbieter zu unterstützen.
Schweiz
Das Ressort Schweiz hat im September 2011 ebenfalls einen CIO-Kreis gegründet. Als Fokusthemen für die erste Sitzung im Februar 2012 stehen die Wirtschaftlichkeit und Komplexität von SAP-Lösungen auf der Agenda. Darüber hinaus ist geplant, in 2012 spezielle DSAG-Thementage zu organisieren sowie verstärkt an Veranstaltungen der SAP (Schweiz) AG teilzunehmen. hei/Jürgen Frisch
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