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Die Marktanalysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) haben im Rahmen ihrer jährlichen Befragung von IT-Entscheidern aktuelle IT-Herausforderungen, Investitionsschwerpunkte sowie Trends beim Software-Einsatz untersucht. Die Ergebnisse unterstreichen: Investitionen in Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) und Business Intelligence (BI) führen die Liste der Software-Vorhaben an. Beim Bezug von Software-as-a-Service-Lösungen agieren die Unternehmen zurückhaltend.
BI als zentraler Baustein in der Unternehmensführung
Für viele Chief Information Officer CIOs gewinnt laut PAC das Thema Business Intelligence derzeit stark an Relevanz. Mit ihren umfassenden Reporting-, Analyse- und Prognosefunktionalitäten würden BI-Lösungen immer mehr zu einem zentralen Baustein in der Unternehmensführung. Aber auch in Fachabteilungen könnten BI-Werkzeuge wertvolle Unterstützung leisten. Mehr als 60 Prozent der im Rahmen der PAC-Studie befragten Unternehmen nutzen bereits BI-Lösungen, wobei der Anteil in Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern deutlich höher sei als in kleineren Unternehmen.
Integration mit ERP- und CRM-Systemen
Investitionen in BI-Lösungen betreffen den Angaben zufolge nicht nur die Neuimplementierung, sondern vor allem auch die Integration von BI- mit bestehenden ERP- und CRM-Systemen, um die Potenziale von BI, aber auch der anderen Software-Systeme umfassend ausschöpfen zu können. „Der anhand der Umfrageergebnisse erkennbare, relativ hohe Anteil an Unternehmen, die BI-Investitionen erst für das kommende Jahr planen, ist aus Sicht von PAC jedoch ein Zeichen dafür, dass das Thema für viele Unternehmen noch recht neu und der Entscheidungs-beziehungsweise Auswahlprozess für eine BI-Lösung noch nicht abgeschlossen ist. Ferner könnte dies darin begründet sein, dass die Firmen ERP-Einführungsprojekten zunächst größere Aufmerksamkeit schenken“, erläutert Frank Niemann, Principal Consultant – Software Markets bei PAC.
Die Ergebnisse machen laut den Marktanalysten deutlich , dass Investitionsvorhaben in ERP-Systeme besonders weit verbreitet sind. Innovationsdruck, intensivierter Wettbewerb, die verstärkte Einbindung in internationale Märkte sowie der Bedarf nach Automatisierung von Abläufen gerade in mittelständischen Unternehmen ließen die Bedeutung integrierter Geschäftsprozesse und somit die Nachfrage nach ERP-Systemen rasant steigen.
Zurückhaltung beim SaaS-Einsatz
IT-Anwenderunternehmen beziehen laut der Studie ihre Software-Lösungen eher im klassischen Lizenzmodell und nur selten als Software as a Service (SaaS). Klassische Software-Hersteller bieten ihre Lösungen aber vermehrt auch über die Cloud an und neue Anbieter betreten den Markt, die einzig auf das Angebot Cloud-basierter Software setzen.
Bei vielen CIOs überwiege jedoch die Skepsis gegenüber Cloud-Lösungen. Zwar seien viele Vorteile des Cloud-Konzepts unbestritten, gleichzeitig aber auch zahlreiche – vor allem juristische Fragen – noch unzureichend geklärt, vor allem dann, wenn sich die Rechenzentren der Anbieter in Ländern außerhalb Europas befinden. Gerade im Hinblick auf Datenschutz, Standardisierung, Sicherheit und Verfügbarkeit der Lösungen bestünden seitens der Anwender große Unsicherheiten, insbesondere wenn es um den Bezug über eine Public Cloud geht. PAC-Analystin Dr. Katrin Schleife, Senior Analyst – Retail & Cloud Computing: „Hier sind auf der einen Seite die Cloud-Anbieter, auf der anderen Seite aber auch die politischen und rechtlichen Entscheidungsträger gefragt, die anstehenden Fragen zu beantworten und einen geeigneten vertraglichen und rechtlichen Rahmen zu schaffen.“
Die Analyse basiert auf einer Befragung, die das Marktanalyse- und Beratungsunternehmen PAC unter mehr als 300 IT-Entscheidern aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt hat. Weitere Informationen zur Studie „User Survey 2011 – Software Usage and Investments by IT Users in the DACH Region“ erhalten Interessierte unter diesem Link. hei