Sie sind hier:Startseite News 

News

zurück zur Übersicht

VW Tochtergesellschaft optimiert ihr Berichtswesen

Noch vor wenigen Monaten hat die Volkswagen Zubehör GmbH alle relevanten Daten für das Reporting per Hand aus den jeweiligen SAP-Modulen extrahiert und in Excel aufbereitet. Heute erstellt die Tochtergesellschaft der Volkswagen AG auch ad-hoc Berichte als Entscheidungsgrundlage.

Dienstag 27. Juli 2010

„Welche Produktgruppen verursachen aktuell die höchsten Lagerkosten?“ Eine solche Frage aus dem Management kostet Björn Lange, Projektleiter bei Volkswagen Zubehör den Angaben zu Folge, nur wenige Mausklicks. Noch vor wenigen Monaten habe die Tochtergesellschaft der Volkswagen AG alle relevanten Daten per Hand aus den jeweiligen SAP-Modulen extrahiert und in Excel aufbereitet. „Diese Methode war zum einen deutlich zu zeitaufwändig und wurde zum anderen den aktuellen Anforderungen einfach nicht mehr gerecht“, erinnert sich Björn Lange.

Ad-hoc-Reporting erforderlich

Immer kürzere Entwicklungszyklen und eine rasante Marktentwicklung forderten stetig neue Reports, die möglichst ad-hoc zur Verfügung stehen sollten. Das Unternehmen entschied sich deshalb für die Einführung einer Business Intelligence-Lösung. „Unser Ziel war es, nicht nur eine einheitliche Datenbasis zu schaffen, sondern vor allem eine flexible und weitestgehend automatisierte Informationsverteilung zu gewährleisten“, berichtet Lange. Obwohl Volkswagen Zubehör SAP R/3 als ERP-System einsetzt, sei die Einführung eines SAP Business Warehouses (BW) nicht der gewünschte Weg gewesen. Stattdessen entschied sich die VW Tochtergesellschaf für den Aufbau einer relationalen Datenbank unterstützt durch Werkzeuge von SAP BusinessObjects. Als Implementierungspartner wählte das Unternehmen das BI-Beratungshaus Infomotion GmbH.

Datenextraktion aus SAP bildet Herausforderung
Im Rahmen der Datenmodellierung habe insbesondere die Extraktion der Daten aus den jeweiligen SAP-Modulen wie Finanzwesen (FI), Kostenträgerrechnung (CO), Ergebnis- und Marktsegmentrechnung (CO/PA) und Materialwirtschaft (MM) eine besondere Herausforderung dargestellt. „Zum einen sind die benötigten Daten oft auf diverse Einzeltabellen verteilt. Zum anderen wird ein Großteil der Daten im Modul selbst berechnet“, berichtet Infomotion-Projektleiter Jan Ischebeck. Für die Datenmodellierung mussten laut Angaben deswegen nicht nur unzählige SAP-Tabellen analysiert werden, um die Quelle jedes einzelnen Werts zu ermitteln. Darüber hinaus wurden auch Teile der Berechnungslogik nachgebildet, um die korrekte Datenbildung für jedweden Sonderfall sicherzustellen. Zum Teil sei hierzu auch der SAP-Funktionsumfang erweitert worden: Während beispielsweise in der SAP-Anlagenbuchhaltung von Haus aus nur eine Anzeige der Daten aus dem laufenden Jahr vorgesehen sei, stehe im Finanzreporting eine Berechnung für die kommenden Jahre als Standard zur Verfügung.

Segmentberichte sind von großer Bedeutung
Von großer Bedeutung für die Volkswagen Tochter sei darüber hinaus die Markenrechnung gewesen: „Für die Segmentberichterstattung muss unsere Ergebnisrechnung unter anderem nach den entsprechenden Geschäftsfeldern und Marken aufgeschlüsselt werden“, erläutert Lange. Daten, die hierzu zuvor von Hand aus diversen Quellen zusammengetragen werden mussten, würden nun automatisch extrahiert und zugeordnet.
„Aktuell sparen wir jeden Monat allein im Controlling drei Manntage ein – Tendenz steigend“, betont Lange. Auch gänzlich neue Berichte könnten nun in kürzester Zeit erstellen werden: Hierzu würden die gewünschten Daten über eine Weboberfläche per Drag & Drop zusammengestellt und bei Bedarf grafisch aufbereitet. Von der neuen „Informationsfreiheit“ profitiere auch der Konzern: Analysen zum Beispiel über die Auswirkungen von Währungseffekten liefere die Tochtergesellschaft heute in weniger als zwei Tagen zu. „Aktuell arbeiten wir verstärkt daran, unsere Standard-Reports durch optimierte Einzelberichte zu ergänzen“, erklärt Björn Lange. hei

Anzeige

BI-Guide_2010-11_klein

is report BARC-Guide Business Intelligence 2009/2010

Es ist wieder soweit: die Standardreferenz für den deutschprachigen Business-Intelligence-Markt wird produziert. Die 8. Auflage des is report BARC-Guide Business Intelligence 2010/2011 erscheint am 12.  Oktober 2010.

Auch dieses Jahr gibt es unser Frühbucher-Angebot: bei Buchung + Textabgabe bis 13.August 2010 erhalten Sie 10% Rabatt auf die Nettoauftragssumme!

Weiter Infos zu Beteiligungsmöglichkeiten können Sie unter sraupach@oxygon.de anfordern bzw. telefonisch unter: 089 90 48 62 30 erfragen.