Sie sind hier:
Startseite
News & Events

Werkzeuge auf Open-Source-Basis für die Auswertung von Unternehmenskennzahlen werden sich nach Ansicht der Marktforscher von Gartner in den kommenden Jahren weiter verbreiten. Bis 2012 soll sich ihr Marktanteil verfünffachen. Bisher machen die quelloffenen Lösungen aber lediglich etwa ein bis zwei Prozent des gesamten Business-Intelligence-Marktes (BI) aus. Die Funktionalität der quelloffenen Werkzeuge sei noch nicht gleichwertig mit der großer kommerzieller Plattformen und der Einsatz als unternehmensweiter BI-Standard eher selten.
„Open Source Business Intelligence zeigt ein interessante Entwicklung der Akzeptanzkurve“, erklärt Gartner-Analyst Andreas Bitterer. „Noch 2004 hat sich kaum ein Unternehmen mit quelloffenen BI-Werkzeugen beschäftigt, geschweige denn damit Lösungen für signifikante Nutzerzahlen implementiert. In den vergangenen Jahren hat dieser Markt allerdings stetig zugelegt.“
Der durchschnittliche jährliche Preis für eine Open-Source-BI-Installation beträgt nach den Berechnungen von Gartner rund 30000 Dollar. Mehrjährige Verträge würden teilweise die 500000-Dollar-Marke übersteigen und damit in die gleiche Preisregion wie kommerzielle Lösungen kommen.
Preissensible Branchen nutzen Open-Source
Unternehmen, die Open Source BI weiträumig einsetzen, kommen oft aus anderen Branchen als die typischen Kunden der großen kommerziellen Anbieter: Sie sind öfters in preissensiblen Unternehmen mittlerer Größe zu finden, etwa im öffentlichen Sektor, im Gesundheitswesen oder der Fertigungsindustrie. Die Flaggschiff-Installationen der großen kommerziellen Anbieter hingegen finden sich in Großunternehmen der Telekommunikationsbranche sowie im Finanzsektor.
Ein erklecklicher Teil des Open-Source-Wachstums beruht auf den OEM-Aktivitäten (Original Equipment Manufacturer) der Hersteller. Das Volumen dieser Aktivitäten lässt sich nur schwer in Zahlen fassen, weil viele unabhängige Softwarehersteller schlicht die kostenlose Version eines Open-Source-Tools nutzen, um die Funktionalität ihrer eigenen Applikationen anzureichern. Systemintegratoren haben zudem für Open-Source-Werkzeuge Best Practices entwickelt und verbauen in ihren Implementierungen quelloffene Reports und Dashboards. Den kommerziellen Anbietern ist das Open-Source-Wachstum ein Dorn im Auge: „Selbst die etablierten Großanbieter von Business-Intelligence-Lösungen haben Abwehrmaßnahmen gegen die quelloffene Low-Cost-Konkurrenz entwickelt“, erklärt Bitterer. jf
Anzeige
is report BARC-Guide Business Intelligence 2009/2010
Die 7. Auflage des is report BARC-Guide Business Intelligence 2009/2010 - die Standardreferenz für den deutschsprachigen Business-Intelligence-Markt ist verfügbar.
Bestellen können Sie ihn unter: www.isreport.de im Menüpunkt Bestellung. Telefonisch bei Frau Elke Antritter unter: 089/ 90 48 62 10. Per E-Mail: eantritter@oxygon.de