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Studenten des Hasso-Plattner-Instituts beschleunigen Strategieplanung in Großunternehmen
Freitag 10. Juli 2009
Beschleunigen Strategiefindung mit In-Memory-Technologie: Studenten des Hasso-Plattner-Instituts

Acht Studenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) nutzen In-Memory-Technologie für schnelle betriebswirtschaftliche Analysen. Zusammen mit der SAP AG und einem von SAP-Gründer Prof. Hasso Plattner betreuten Projekt wurde die Performance von Datenbankabfragen verbessert, indem Informationen aus Datenbanken nicht mehr von der Festplatte gelesen, sondern in einem riesigen Arbeitsspeicher vorgehalten und dort weiter verarbeitet werden. Dort sorgt außerdem spalten- statt zeilenweise Speicherung für schnellere Auswertungsergebnisse.

„Die Finanzkrise hat gezeigt, dass sich Parameter für Unternehmensentscheidungen dynamisch und schnell ändern. Immer öfter müssen sehr kurzfristige Entscheidungen getroffen werden. Um dabei Fehler zu verhindern und Ressourcen bestmöglich zu nutzen, benötigt das Management eine stets aktuelle Übersicht über die Situation des Unternehmens“, betonte Martin Faust, Sprecher der Bachelorprojektgruppe. Viele dieser Analysen seien heutzutage nur aufwändig zu erstellen, Entscheidungen würden dadurch manchmal verspätet oder falsch getroffen, so der HPI-Student.

„Heute aber kann mit Hilfe gängiger Computersysteme eine völlig neue Generation von Anwendungen erstellt werdem, die Analysen in Sekundenbruchteilen ermöglicht. Dieses Tempo ist angesichts der hohen Datenmengen bisher undenkbar gewesen“, unterstrich Faust. Nun könne die Art, wie betriebswirtschaftliche Analysen in Großunternehmen durchgeführt werden, revolutioniert werden. Detaillierte Übersichten, die bisher nur mit stunden- oder tagelanger Verzögerung verfügbar gemacht werden konnten, stünden künftig schnellstens bereit. „Und im Gegensatz zu heutigen Analysesystemen lassen sich mit Hilfe der Hauptspeicherdatenbanken als primärer Datenquelle auch unkonventionelle Abfragen beantworten“, fügte Faust hinzu.

Prof. Hasso Plattner, Stifter des nach ihm benannten Instituts, agiert am HPI als Leiter des Fachgebiets „Enterprise Platform and Integration Concepts“. Das Projekt der acht Studenten reiht sich ein in die langjährige Forschung des Fachgebiets zum Thema Hauptspeicher-Datenhaltung. dk