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Nach Ansicht der IT-Analysten von IDC wird der Markt für Complex Event Processing (CEP) bis 2012 ein Volumen von 800 Millionen US-Dollar haben. Progress Software strebt in diesem Markt nach den Worten von Dr. Giles Nelson, Senior Director of Strategy, vor den Wettbewerbern IBM, Software AG und Tibco die Marktführerschaft an. Progress Software, mit einem Jahresumsatz von 500 Millionen US-Dollar und weltweit rund 1400 Mitarbeitern, hat dafür 2005 das Unternehmen Apama gekauft, dessen Lösung heute als CEP-Plattform Progress Apama vertrieben wird. Beim CEP geht es darum, Informationen in Echtzeit zu analysieren und auf die Analyseergebnisse unmittelbar mit einer Entscheidung zu „antworten". Für Strategiedirektor Nelson ist es das Ziel, diese Entscheidungsfindung zu automatisieren, und insofern sei CEP „eine Evolution von Business Intelligence". Der Einsatz von CEP sei dann besonders sinnvoll, wenn Daten bereits nach kurzer Zeit keinen Mehrwert mehr haben – typische Kunden seien RFID-Anwender, Börsenbetreiber und Börsenaufsichtsbehörden sowie Telekommunikationsunternehmen.
Über 100 Kunden habe Progress Software für CEP gewinnen können: Bei Royal Dirkzwager, einem niederländischen Informations- und Service-Provider für die Seeschifffahrt, bilden die CEP-Plattform Progress Apama zusammen mit der Software Progress Sonic ESB die tragenden Säulen einer neuen Logistikanwendung. Mit dieser sieht sich Royal Dirkzwager in Rotterdam in der Lage, automatisch und in Echtzeit alle Informationen über die Bewegungen und Ankünfte von Frachtschiffen in Häfen rund um den Globus zu sammeln und zu analysieren. Damit ließen sich die komplexen maritimen Logistikprozesse weiter optimieren. Durch die Echtzeiterfassung sind Abweichungen von den geplanten Abläufen sofort erkennbar, und es können Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die neue Applikation habe das Potenzial, durch eine Optimierung von Logistikwegen der Seeschifffahrt Millionenbeträge an Treibstoffkosten einzusparen. Progress Apama soll künftig auch dazu eingesetzt werden, den Weg von Food Trolleys zu verfolgen, wie sie Fluggesellschaften für die Bordverpflegung einsetzen.
Der Senior Director of Strategy sagt, dass eine erste Implementierung von CEP in einem Unternehmen etwa acht bis zwölf Wochen dauern wird. Die Lizenzkosten beziffert er auf 75.000 bis 350.000 Euro. dk