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Business Intelligence ist ziemlich krisenfest

61 Prozent der IT-Entscheider inves­tieren auch in Krisenzeiten unverändert in Business Intelligence.

Mittwoch 29. April 2009

Die Wirtschaftskrise wirkt sich auf Investitionen in Business Intelligence weniger stark aus als auf andere IT-Bereiche. Das ergab die Studie „BI-Potenziale 2009“, die vom Marktforschungsinstitut RAAD Research und dem Beratungsunternehmen mayato durchgeführt wurde.

Zwar meinen 41 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen, dass sich die Krise negativ auf IT-Entscheidungen auswirke. Dennoch gehen 61 Prozent der Unternehmen davon aus, dass Business-Intelligence-Projekte nicht von der Konjunkturkrise beeinflusst werden. Dabei liegt die Investitionsneigung für den Bereich Business Intelligence mit 42 Prozent auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Im Rahmen der Studie wurden im Januar dieses Jahres insgesamt 325 IT-Verantwortliche aus Unternehmen verschiedener Branchen interviewt. Zu den Teilnehmern zählten Unternehmen mit mindestens 200 bis über 5000 Mitarbeitern.

Der Bereich Reporting wird laut Aussage der Befragten bereits in drei Viertel der Fälle mit einer Softwarelösung unterstützt. Allerdings zählen dazu nicht ausschließlich mächtige Suiten – auch Excel hält sich hartnäckig als Reporting-Tool. 70 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, bereits ein standardisiertes, unternehmensweites Reporting etabliert zu haben. Bereits über die Hälfte der Unternehmen setzt auf strategisches Reporting und nutzt nach eigenen Angaben Methoden wie Six Sigma oder Balanced Scorecard – mehr als von den Marktanalysten erwartet. Der Hauptfokus der Anwender liegt jedoch auf dem operativen Reporting, das zunehmend sowohl dem Management und Controlling als auch den Fachabteilungen zur Verfügung gestellt wird.

Der Einsatz von Dashboards und Management Cockpits erfolgt aktuell bei nur etwa jedem siebten Unternehmen. Offenbar ist der damit verbundene Aufwand für die Modellierung eines konsistenten und tragfähigen Kennzahlensys­tems für viele Unternehmen bisher zu hoch gewesen. Der Einsatz entsprechender Tools erfolgt derzeit nur bei jedem siebten Unternehmen.

Bisher haben 58 Prozent der Unternehmen ein Data Warehouse als Grundlage für Business-Intelligence-Anwendungen aufgebaut. Rund ein Viertel will in 2010 ein Projekt in diesem Bereich durchführen. Eine zentrale Bündelung der Business-Intelligence-Tools im Rahmen eines Competence Centers haben bisher nur rund sieben Prozent der Befragten verwirklicht.   dk