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Infor kauft SAP-Partner und holt verlorene Tochter heim

Die zu den weltweit fünf größten ERP-Anbietern gehörende Infor fügt ihrem Portfolio mit Softbrands eine weitere Produktlinie hinzu.

Dienstag 16. Juni 2009

In Deutschland konnte der ERP-Hersteller und SAP-Partner Softbrands nicht Fuß fassen, in den USA ist das Softwarehaus dagegen schon lange eine größere Nummer. Die heftet sich jetzt das ERP-Schwergewicht Infor neben den zahlreichen anderen Akquisitionen im ERP-Markt für den Angaben zufolge rund 80 Millionen Dollar an das Revers. „Aufgrund unserer sich gegenseitig ergänzenden Lösungen, unserer Wurzeln in der Produktionsindustrie und unseres Fokus’ auf den Mittelstand bietet die Partnerschaft offensichtliche Vorteile für unsere Kunden”, erklärt Jim Schaper, Chairman und CEO von Infor.

Tochtergesellschaft kehrt heim

Nicht ganz unbedeutend bei der Übernahme könnte auch sein, dass Softbrands im Oktober 2005 die infra:business solutions GmbH übernommen hat. Die Infor business solutions AG hatte sich im Juni 2006 entschlossen, ihre Tochtergesellschaft infra:business solutions GmbH im Rahmen eines Management Buy-Out zu 100 Prozent an deren Geschäftsführer Rainer Frantzen zu verkaufen. Infor begründete diesen Schritt mit der Ansprache unterschiedlicher Zielmärkte. Die Kunden von Infor seien oberhalb des Marktsegments angesiedelt, für das infra:business solutions mit seinem bisherigen und zukünftigen Produktangebot steht. Frantzen hatte nach den Verkauf an Softbrands mit Variatec ein Unternehmen gegründet, das sich ebenfalls auf die  SAP-Produktlinie Business One für den unteren Mittelstand fokussiert.

Abschluss in drei Monaten

Der Abschluss der Transaktion wird in 60 bis 90 Tagen erwartet. Die seit 1984 im ERP-Markt tätige Softbrands ist spezialisiert auf das produzierende Gewerbe sowie das Gastgewerbe und hat nach eigenen Angaben weltweit rund 5000 Kunden. hei