Weltweite Nutzerorganisation für MindSphere

Gemeinsam mit 18 Partnerunternehmen hat Siemens die weltweite Anwenderorganisation MindSphere World gründet. Ziel ist es, das Ökosystem rund um das Internet of Things-Betriebssystem MindSphere weltweit zu etablieren.

Digitalisierung im Blick: „Mit der Gründung von MindSphere World wollen wir die weltweite Verbreitung des Ökosystems rund um MindSphere als offene IoT-Plattform zu fördern“, erläutert Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. „Das breite Know-how und Angebot aller Partner in der MindSphere World eröffnet Anwendern weltweit völlig neue Potenziale in der Digitalisierung.”

An der Industrieallianz rund um Mindsphere beteiligen sich unter anderem der Roboterhersteller Kuka, Trumpf Werkzeugmaschinen sowie der Anlagenbauer Eisenmann. Neben dem Ausbau des Ökosystems soll der Mindsphere World die einzelnen Mitglieder bei der Entwicklung und Optimierung von Lösungen für das Internet of Things (IoT) auf Basis von MindSphere sowie bei der Erschließung neuer Märkte in der digitalen Wirtschaft unterstützen. Dazu gehören beispielsweise Vorschläge zu Anforderungen an das IoT-Betriebssystem MindSphere und Empfehlungen zur Schaffung einheitlicher Spielregeln für die Datennutzung. MindSphere World fördert darüber hinaus Wissenschaft, Forschung und Lehre rund um MindSphere.

Die Gründungsveranstaltung der MindSphere World fand statt im neu eröffneten MindSphere OpenSpace, einer innovativen Entwicklungs- und Arbeitsumgebung in der der neuen Dependance der Factory Berlin. Auf über 13.000 Quadratmetern Fläche bringt die von der Bundesregierung, Siemens und weiteren Unternehmen geförderte Factory Berlin etablierte Technologieunternehmen mit Entwicklern und Startups zusammen. Inhaltlicher Schwerpunkt des neuen Startup-Campus ist das Internet of Things. MindSphere OpenSpace soll die Voraussetzungen schaffen, dass Mitglieder von MindSphere World und andere Anwender die Entwicklung von Apps und digitalen Services sowie die Erschließung neuer Märkte vorantreiben.

„Wir wollen mit einer Community von Industrie- und IT-Unternehmen jeder Größe und Branche sowie Start-Ups weltweit ein Ökosystem basierend auf MindSphere etablieren und vorantreiben“, erläutert Jan Mrosik, Vorstandsvorsitzender von MindSphere World und CEO der Siemens-Division Digital Factory. „Zu diesem Zweck schließen sich die Vereinsmitglieder – zunächst in Deutschland und dann auch auf internationaler Ebene – in der MindSphere World zusammen.“

Die Mitglieder des Vereins werden Themenfelder wie Technologie, Geschäftsprozesse und Öffentlichkeitsarbeit in Ausschüssen besprechen. „Die offene Struktur von MindSphere hat für uns als Anwender zahlreiche Vorteile, insbesondere durch die herstellerunabhängige Anbindung von Maschinen und Anlagen und bei der Entwicklung von Apps“, berichtet Bruno Geiger, Mitglied des Vorstands von MindSphere World und COO/CTO von Eisenmann. „Im Rahmen von MindSphere World können wir nun mit anderen Nutzern darüber diskutieren, wie disruptive Technologien die Wirtschaft verändern und welche Geschäftspotenziale für IoT-basierte Lösungen sich daraus ergeben.“

Ähnlich positiv äußert sich Andreas Oroszi, Mitglied des Vorstands von MindSphere World und Senior Vice President Digital Business von Festo, einem Spezialisten für Fabrikautomatisierung: „Für den Aufbau eines weltweiten Ökosystems spielt die Entwicklung von Standards eine entscheidende Rolle. Daher werden die Mitglieder von MindSphere World gemeinsam Empfehlungen für Standards für MindSphere-basierte Anwendungen erarbeiten. Zudem werden wir Lösungsvorschläge erstellen, um die Interoperabilität zwischen verschiedenen MindSphere-basierten Lösungen zu ermöglichen.“ Jürgen Frisch

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