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und mobile Minicomputer sind aus dem privaten Bereich längst nicht mehr wegzudenken und halten verstärkt Einzug in den beruflichen Alltag. Während Verbraucher rund um die Uhr Zugang zu Dienstleistungen, Waren und Inhalten erwarten, gewinnt auf Unternehmensseite die Unterstützung und Steuerung von Geschäftsprozessen über Mobilgeräte an Bedeutung. Eine aktuelle IDC-Studie geht davon aus, dass bereits Ende dieses Jahres weltweit die Eine-Milliarde-Schwelle bei den sogenannten Mobile Workers überschritten sein wird. Bis 2013 soll die Zahl der mobilen Mitarbeiter 1,19 Milliarden erreichen, was einem Anteil von fast 35 Prozent der weltweit arbeitenden Bevölkerung entspricht. Laut Gartner wird in zwei Jahren die Hälfte aller Mitarbeiter in Unternehmen auf ihre Laptops verzichten und lieber ein kleineres mobiles Endgerät einsetzen. Smartphones entwickeln sich demnach zu einem wichtigen Arbeits- und Kommunikationswerkzeug für Vertriebsmitarbeiter und Manager.
Weil jeder Verbraucher potenziell auch ein mobiler Mitarbeiter ist, verwischen die Grenzen zwischen privater und beruflicher Nutzung. Eine aktuelle Umfrage von Sybase unter US-Verbrauchern zum Einsatz von Smartphones und Tablet PCs zeigt, dass diese verstärkt Zugang zu Geschäftsinformationen und -applikationen wünschen. Mehr als die Hälfte der Befragten (52,3 Prozent) gibt an, dass sie mobile Endgerät für Arbeitszwecke einsetzen wollen. Beinahe drei Viertel der Umfrageteilnehmer (74,9 Prozent) gehen davon aus, dass sich die Produktivität am Arbeitsplatz durch den Einsatz von Smartphones erhöht. Mehr als ein Viertel der Befragten (27,1 Prozent) will über ihr mobiles Endgerät auf ihre Arbeitsumgebung zugreifen können. Damit liegt die Nachfrage nach dieser Funktion gleichauf mit dem Streaming von Fernsehshows oder Filmen (27,2 Prozent).
Im Enterprise-Umfeld werden mobile Geräte bisher hauptsächlich für Personal Information Management (PIM-Funktionen), Workflow-Prozesse oder Customer Relationship Management eingesetzt. Mobile Unternehmenslösungen wie Sybase Mobile Workflow for SAP Business Suite, Sybase Mobile Sales for SAP CRM oder Microsoft Dynamics CRM Mobile verschaffen Vertriebsmitarbeitern den notwendigen Zugang zu Unternehmensdaten, um geschäftliche Transaktionen auch von unterwegs durchzuführen. Wichtige Funktionen sind dabei beispielsweise der Erhalt von Warnmeldungen, Zeiterfassung und Reiseanträge, Zugang zu Verkaufsdokumenten und Analysen sowie die Verwaltung der Kundendaten. Vor dem Verkaufsbesuch verschaffen sich die Mitarbeiter einen aktuellen Blick über Beschwerden und offene Rechnungen des Kunden. Während des Besuchs greifen sie bequem auf Produktdaten zu und hinterher geben sie neue Leads, Aufgaben und Termine direkt in das System ein. „Außendienstmitarbeiter können Vorgänge auch unterwegs zwischen zwei Terminen erledigen", berichtet Felix Heckmann, Sales Direktor Deutschland bei Sybase 365. „So nutzen sie ihre Arbeitszeit optimal. Die häufigere Dateneingabe ermöglicht detailliertere Prognosen, einen verbesserten Kundenservice sowie einen größerer Überblick für das Management."
Der ortsunabhängige Zugang von Vertriebsmitarbeitern zu den Unternehmenssystemen ist nur die eine Seite der Medaille. Mobile Lösungen lassen sich auch dafür nutzen, um effizient und gezielt mit Kunden und Interessenten zu kommunizieren. Unternehmen können ihre Kunden auf Wunsch rund um die Uhr erreichen, ihnen Nachrichten zukommen lassen und von ihnen Lob und Kritik für ihre Produkte und Dienstleistungen empfangen. „Mit mobilen Unternehmensanwendungen lassen sich Kampagnen eng auf die Bedürfnisse der Konsumenten abstimmen", berichtet Heckmann. „Ebenso sind interaktive Erhebungen als Basis für aussagekräftige Kundenprofile möglich, die Aufschluss über Kauftendenzen und Lifestyle-Vorlieben geben." Interessant seien auch digitale Coupons und Treueprogramme als Mittel zur Stärkung der Kundenbindung. Im Vergleich zu Papier-Coupons sind deren elektronische Pendants deutlich kostengünstiger. „Insgesamt steigert die Kundenbetreuung über Mobilgeräte die Verkaufszahlen und die Markentreue", erläutert Heckmann.
Die Anbindung von Smartphones an Unternehmenssoftware hat allerdings ihre Tücken. „Die Masken der Programme müssen an die winzigen Bildschirme und Mini-Tastaturen angepasst werden" warnt Holger Skurk vom deutschen IT-Branchenverband Bitkom. Gleichzeitig seien gerade iPhone-Nutzer gewohnt, dass sich die darauf laufenden Applikationen fast spielerisch einfach bedienen lassen. Je mehr unterschiedliche Typen von Mobilgeräten zum Einsatz kommen, desto aufwändiger wird die Verwaltung der Infrastruktur. Schwierig zu erfüllen sind zudem die Sicherheitsanforderungen, weil nicht nur dem iPhone Funktionen zur Datensicherung fehlen und sich zudem das Installieren unsicherer oder von Unternehmen nicht gewünschter Applikationen kaum verhindern lässt.
Trotz all dieser Hürden bieten mobile Business-Lösungen eine Chance, die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern, die Geschäftsprozesse zu optimieren und gleichzeitig die Kundenbindung zu erhöhen. „Beim Einsatz von Smartphones sollten Unternehmen darauf achten, dass diese mit einer betreiberunabhängigen Mobility-Plattform gesteuert werden, welche die Gerätevielfalt ebenso adressiert wie Sicherheitsrisiken", rät Heckmann. Eine derartige Infrastruktur minimiert den Administrationsaufwand der hausinternen IT-Abteilung, beispielsweise indem Updates zentral durchgeführt oder unerwünschte Funktionen blockiert werden. Da immer mehr Mitarbeiter ihr eigenes Mobile Device auch im Geschäftsumfeld nutzen wollen, sollte eine Mobility-Plattform möglichst viele Gerätetypen unterstützen. Idealerweise integriere die Plattform die bestehenden IT-Systeme. „Nur so lässt sich die Konsistenz der Daten gewährleisten", erläutert Heckmann. jf