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IT-Strategie
Eine korrekte
Datenbasis als Grundlage für Entscheidungen ist für einen Unternehmenslenker erfolgskritisch – nicht zuletzt die Finanzkrise hat das offengelegt. Unternehmensentscheider müssen deshalb gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten direkten Zugang zu verlässlichen Daten über Kunden, Produkte oder sonstige unternehmenskritische Fragen haben, da sie nur so wettbewerbsfähig bleiben können.
Zudem wird es in Zukunft noch mehr gesetzliche Regulierung beziehungsweise Compliance-Bestimmungen geben, die beispielsweise gerade Banken und Versicherungen dazu zwingen, in das Thema zu investieren. Data Governance, also die Analyse, Qualität, Integration und Kontrolle der Daten, werde daher in dieser Branche laut einer Trend-Analyse der Marktanalyse- und Strategieberatungsgesellschaft Pierre Audoin Consultants (PAC) weniger von Investitionsstopps betroffen sein. Im Rahmen der Befragung sammelte PAC Daten von 60 deutschen Banken und Versicherungen und analysierte diese. Die Teilnehmer der Studie wurden dazu befragt, welche Bedeutung das Thema Datenqualität in ihrem Unternehmen besitzt und inwieweit bereits ein professionelles Datenmanagement betrieben wird. Darüber hinaus nahm PAC in dieser Umfrage auch den Stellenwert unter die Lupe, den Compliance für den Finanzsektor hat.
Fast alle befragten Unternehmen betrachten ihre Daten als strategischen Erfolgsfaktor, neben den Gebäuden, Produkten und Mitarbeitern. Dieses Ergebnis stehe im Einklang mit den Charakteristika des Finanzsektors, der von jeher sehr stark auf IT und Informationen basiert, so dass diese entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen.
Des Weiteren sei der Finanzsektor durch die große Bedeutung von Regulatorien gekennzeichnet, die die Akteure dazu zwingen, sich gesetzeskonform aufzustellen. Datenqualität spiele deshalb eine entscheidende Rolle hierbei und werde von den Teilnehmern durchgängig als extrem oder sehr wichtig eingestuft.
In dem im Rahmen der Studie von PAC erstellten Weißbuch hat die Marktanalyse- und Strategieberatungsgesellschaft die aktuellen Herausforderungen rund um das Datenmanagement beschrieben und eine Sammlung mit Empfehlungen zur Vorgehensweise erstellt. Da die Daten zunehmend als wichtige Vermögenswerte gesehen werden und immer mehr Bedeutung in den Unternehmen bekommen, sollte es eine wirkliche Strategie/Governance rund um Datenmanagement, Qualität und Optimierung geben, so dass der Wertbeitrag der Daten maximiert wird.
Eine rasche und nahtlose Integration von Daten spiele bei der Konsolidierung von Systemen eine entscheidende Rolle. Effektives Datenmanagement müsse aber auch dafür Sorge tragen, dass Sicherheitsaspekte rund um Daten berücksichtigt werden. Außerdem müssten das gesetzeskonforme Speichern und zur Verfügung Stellen von Daten gewährleistet werden können. Die Integration und Korrelation zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten berge enormes Potenzial.
Das Ziel von Unternehmen – unabhängig von Größe und Branchenzugehörigkeit – sollte daher eine gute Datenqualität sein. Denn sobald Prozesse mit Daten unterstützt werden, ist es wichtig, dass diese sich auf eine gute Datenbasis stützen können.
Die Verantwortung für Daten sollte eher beim Fachbereich liegen als bei der IT, da dieser täglich mit den Daten arbeitet und daher schnell einen „Realitäts-Check" vornehmen kann. Der ideale Fall wäre natürlich, wenn sich Fachbereich und IT die Hoheit über die Daten teilen würden. Denn die IT-Entscheider sowie die Fachbereiche verfügten über das größte Bewusstsein um die Herausforderungen rund um Datenqualität. Zugleich seien sie bestens positioniert, um gemeinsam Führungskräfte im Unternehmen für die Vorteile von Data Governance zu sensibilisieren.
Die Unternehmen haben momentan eine große Auswahl an verschiedenen Tools für Datenmanagement im Einsatz. Zum aktuellen Zeitpunkt setzen sie laut der PAC-Studie besonders auf Daten-Profiling (30 Prozent). Diese Disziplin beschäftigt sich mit der Überprüfung der Daten hinsichtlich Fehler, Redundanzen und anderem.
Softwarewerkzeuge für die Datenqualität nannten 29 Prozent. Dazu zählt generelles Korrigieren, Standardisieren und Verifizieren von Daten. Data Cleaning (zwei Prozent) sollte hier noch zum Bereich Data Quality gezählt werden.
Aber auch für die Bereiche Datenintegration sowie Enterprise Content Management im weitesten Sinne werden momentan entsprechende Software-Tools eingesetzt. Bei der Frage nach der Präferenz der Banken und Versicherungen hinsichtlich Standalone oder integrierter Produkt-Suite, haben sich gemäß den PAC-Ergebnissen fast 60 Prozent der Befragten für eine integrierte Suite von einem Anbieter ausgesprochen. Einzellösungen für die Verwaltung von Daten zu verwenden, schaffe Informationssilos, die dann zu fehlerhaften, redundanten Daten führen können. Mit integrierten Produkt-Suites habe der Nutzer einen entscheidenden Vorteil: Er erhalte eine einheitliche Sicht auf die Daten.
Wer als IT-Verantwortlicher die Herausforderung im Datenmanagement mit der Implementierung von Data Governance bewältige, erhalte gemäß PAC eine ganzheitliche Betrachtung von Daten über den ganzen Lebenszyklus. Unternehmen könnten so Effizienzsteigerungspotenzial heben und so auch ihre Wettbewerbssituation im Markt verbessern. hei