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Enterprise Resource Planning (ERP)
Flexible, mitwachsende
Lösungen, die nur dann Geld kosten, wenn sie auch genutzt werden – so lauten die Versprechen der Anbieter von On-Demand-Lösungen. Das Interesse am neuen Outsourcing-Konzept ist groß, aber die Unternehmen haben dazu jede Menge Fragen. Die folgenden vier Anwenderberichte zeigen, welche Erfahrungen Unternehmen mit unternehmenweiter Standardsoftware aus der Cloud gemacht haben.
„Bereits nach 2,5 Monaten Implementierung war SAP Business ByDesign bei uns produktiv", erinnert sich Gert Bergen, Geschäftsführer des auf weltweite Entwicklungshilfe-Projekte im Wasser-, Verkehrs- und Gesundheitswesen spezialisierten Düsseldorfer Dienstleisters Gitec. Das Unternehmen zählt rund 70 Beschäftigte sowie einige hundert freie Mitarbeiter. Ursprünglich hatte Gitec das SAP R/3-System des Mutterkonzerns genutzt, aber die Ausgründung als separates Unternehmen machte eine Neuorientierung erforderlich. „Wir suchten eine Gesamtlösung für Projektdienstleister mit 25 Usern einschließlich Wartung, IT Betrieb und Support", berichtet Bergen.
„SAP BusinessByDesign ist für solche Anforderungen wie geschaffen", meint Thorsten Wilcke, Beratungsleiter beim SAP-Systemhaus All for One Midmarket AG. Bei der Einführung der On-Demand-Applikation werden Projektleiter und Key User interaktiv über einzelne Projektstufen wie Vorbereitung, Feintuning, Datenübernahme und Testphase bis hin zur Produktivsetzung geführt. Für einzelne Geschäftsabläufe stehen sogenannte Szenarien bereit, das sind vordefinierte Alternativen. Ein Task Management prüft die Konsistenz zwischen betriebswirtschaftlichen Grundsatzentscheidungen und Systemeinstellungen. Nicht jeder Geschäftsprozess lässt sich bis dato im Standard abbilden: in der Projektabwicklung vor Ort spielen bei Gitec Consult Bargeldkassen eine große Rolle. Um diese an SAP Business ByDesign anzubinden, war eine individuelle Erweiterung notwendig.
Im Live-Betrieb zeigt sich Gitec-Geschäftsführer Bergen zufrieden: „Schlüssige Branchenprozesse, geringe Betriebskosten und niedrige Vorabinvestitionen waren die Hauptgründe für unsere Entscheidung zu Gunsten der On-Demand-Lösung."
Inteva Products stellt Armaturen sowie Schließanlagen und Fensterheber für Pkws her. Nach seiner Ausgliederung im Jahr 2008 sah sich der Automobilzulieferer mit Europazentrale in Wuppertal vor die Herausforderung gestellt, innerhalb eines Jahres seine SAP Infrastruktur an 14 Standorten in vier Ländern abzulösen. Das Projekt gelang mit einer Migration auf die On-Demand-Lösung von Plex. Inteva nutzt das anwenderunabhängige Lizenzmodell dieser Applikation, um etliche der weltweit 2500 Lieferanten direkt an die eigene unternehmensweite Standardsoftware (ERP) anzubinden.
Die IT-Infrastruktur von Inteva bestand vor der Migration aus mehreren SAP-Systemen mit umfangreichen Anpassungen. „Mit einer On-Demand-ERP-Lösung betraten wir Neuland", erinnert sich Dennis Hodges, CIO bei Inteva. „Die Systemarchitektur von Plex sowie die Herangehensweise der Projektpartner haben uns überzeugt."
Die Entscheidung für Plex bedeutete für Inteva eine Abkehr von Anpassungen durch die eigene IT-Abteilung. Plex stellte relevante Funktionen direkt für einen Zugriff per Browser bereit. Inteva profitiert dabei davon, dass funktionale Anpassungen direkt in der Kernsoftware zur Verfügung stehen und so Versionssprünge sowie ein Customizing der Applikation entfallen.
„Wir haben die Umstellung innerhalb eines Jahres an allen Standorten geschafft und unsere Betriebskosten gesenkt, obwohl wir die Anzahl der Nutzer verdreifacht und zusätzlich über 450 Lieferanten direkt angebunden haben", verdeutlicht Hodges. „Unser Nutzen sind verbesserte Abläufe in der gesamten Auftragsabwicklung. Außerdem stehen sämtliche Informationen nun in Echtzeit zur Verfügung."
Vetrazzo ist ein kalifornischer Hersteller von Arbeitsflächen aus recyceltem Altglas. Die hohe Komplexität der Wertschöpfungskette sowie die steigende Nachfrage ließ die Verantwortlichen nach einer unternehmensweiten Standardsoftware (ERP) suchen. Die auf dem Markt erhältlichen Client/Server-Lösungen kamen nicht in Frage, weil sie hohe Anpassungen oder eine Umstellung der Geschäftsprozesse erfordert hätten. Eine Eigenentwicklung hätte viel Zeit sowie hohe IT-Investitionen für Entwicklung und Betrieb nötig gemacht. Die Lösung fand Vetrazzo in Force.com, der Entwicklungs- und Betriebsplattform von Salesforce.com. Unterstützt vom Salesforce-Partner Claiborne Company entwickelte Vetrazzo in sieben Monaten ein an seine Prozesse angepasstes ERP-System mit Lagerverwaltung und Management für Ausgangsmaterialien und Endprodukte, Fertigungsplanung und -steuerung, Verwaltung von Aufträgen und Kundenservice, Logistik und Versand sowie Dokument- und Garantiemanagement. Force.com erforderte laut Vetrazzo nur ein Fünftel des Zeitbedarfs einer Java-Entwicklungsumgebung. Durch die Automatisierung der Geschäftsprozesse entfalle die Einstellung weiterer Mitarbeiter. Die genauere Planung der benötigten Altglasmenge senke die Transportkosten um 20 Prozent. Schließlich steigere der bessere Überblick über Produktverfügbarkeit die Produktivität der Mitarbeiter im Kundenservice. „Mit Force.com haben wir ein vollständig integriertes System erstellt und dafür nur einen Bruchteil der Zeit und des Aufwands benötigt, der bei der mit Client-Server-basierten Lösung angefallen wäre", freut sich James Sheppard, CEO und Mitgründer von Vetrazzo.
McKesson ist ein US-amerikanisches Zulieferunternehmen, das sich auf den Verkauf von Marktinformationen für die Pharma- und Gesundheitsindustrie spezialisiert hat. Das zehnköpfige Analytics-Team der Pharmaabteilung erstellt Analysen und misst den Erfolg von Marketing- und Sales-Kampagnen. Um die Produktivität zu erhöhen, implementierte McKesson eine zentrale Datenplattform, die von SAS Institute gehostet wird.
Vor der Einführung dieser On-Demand-Lösung war die Durchführung von Analysen nicht effizient. Die einzelnen Teammitglieder führten ihre individuellen Auswertungen jeweils auf verschiedenen Systemen durch und löschten anschließend die Datenbasis. Weil der Rückgriff auf frühere Ergebnisse nicht möglich war, musste jede neue Analyse wieder bei null anfangen. Daten zu extrahieren, aufzubereiten und für übergreifende Analysen vorzubereiten, nahm oft mehrere Monate in Anspruch.
Mithilfe von SAS Solutions OnDemand gehören diese Probleme der Vergangenheit an: Es besteht eine einheitliche Datenbasis, auf der sich Analysen zentral durchführen lassen. So sind Auswertungen nun in Minuten oder Stunden möglich. „Wir können nun sofort mit Analysen starten, anstatt diese erst langwierig vorzubereiten", berichtet Stephen Buck, Vice President of Analytic bei McKesson. „Unsere Kapazitäten und Teammitglieder setzen wir nun viel profitabler bei neuen Aufgaben ein."
Zusammen mit SAS Institute wertet McKesson Sales- und Kampagnendaten aus, um zu erkennen, welche Aktionen oder Produkte am stärksten zu fördern sind. „Die Datenplattform von SAS Solutions OnDemand war das fehlende Element, um unsere Analysen zu beschleunigen", so Buck. „Die Implementierung hat weniger als zwei Monate gedauert. Wenn wir dies alleine gestemmt hätten, wären dafür zwölf bis 18 Monate nötig gewesen." jf