Weltweite CIO-Studie

Datenanalyse bringt Wettbewerbsvorteil

Die Rolle des Chief Information Officer (CIO) verändert sich. Analyse und Daten­interpretation für die Entscheidungsfindung rücken ins Zentrum seines Profils.

Die richtige

Analyse und Interpretation von Daten für die Entscheidungsfindung rückt ins Zentrum des CIO-Profils: 83 Prozent der CIOs nennen Business Intelligence und Datenanalyse als ihre wichtigsten Aufgaben, um die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zu verbessern. Das zeigt eine aktuelle Studie mit dem Titel „Die neue Stimme des CIO".

Die Studie wurde von IBM durchgeführt und basiert den Angaben zufolge auf Gesprächen mit weltweit rund 2500 CIOs, darunter 157 aus Deutschland.

Der weltweite Konjunktureinbruch habe den Trend zu einer zuverlässigen Datenanalyse in Echtzeit als Entscheidungsgrundlage noch beschleunigt. Bestätigt werde das auch durch die weiteren Prioritäten: Risikomanagement und Compliance sowie Kosteneinsparungen beim Energieverbrauch zählen zu den wichtigsten Punkten auf der Agenda. 76 Prozent der CIOs planen laut den Studienergebnissen außerdem Virtualisierungsprojekte.

Die veränderte Rolle des CIO im Unternehmen

Die Studie zeige auch: erfolgreiche CIOs nehmen inzwischen deutlich mehr Einfluss auf Strategien für Flexibilität und Wandel, die weit über den Bereich der reinen IT hinausgehen. Gleichzeitig leisten sie demnach einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg. Beeindruckend sei, dass CIOs heute 55 Prozent ihrer Zeit in Aktivitäten investieren, die Innovationen ankurbeln. Lediglich 45 Prozent der Zeit werden laut der Studie in grundlegende, eher konventionelle CIO-Aufgaben gesteckt. Dazu zählen beispielsweise Infrastrukturmanagement, Kostenreduzierungen und das Minimieren von Unternehmensrisiken. Durch die verstärkte Standardisierung von Routineaufgaben gelänge es CIOs, innovative Konzepte wie Service-orientierte Architekturen (SOA), Cloud Computing und Web-2.0-Anwendungen umzusetzen.

Die deutschen Zahlen der Studie legen dar, dass hierzulande deutlich weniger CIOs Mitglied der Unternehmensleitung sind als im internationalen Durchschnitt. Aus Deutschland haben sich 157 CIOs an der Studie beteiligt. Während weltweit 68 Prozent der CIOs die Strategie auf der obersten Führungsebene präsentieren, sind es in Deutschland nur 37 Prozent. „CIOs sind heute Führungskräfte, die Visionen realisieren und eine entscheidende Rolle für die Innovationskraft und das Wachstum des Unternehmens spielen", erklärt Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung IBM Deutschland GmbH.

Mit Blick auf Deutschland ergänzt er: „In vielen deutschen Unternehmen sind Veränderungen notwendig – und zwar auf der obersten Führungsebene. Nur dort, wo dem CIO eine strategische Führungsrolle zugewiesen wird, kann er sein bedeutendes Potenzial voll für das Unternehmenswachstum einsetzen."

 

Drei Leitmotive für den modernen Chief Information Officer

Laut der Studie gibt es für erfolgreiche CIOs drei Leitmotive: Innovationen verwirklichen, den ROI der IT steigern und die geschäftliche Wirkungskraft der IT stärken. Diese Themen spiegeln sich laut Studie auch in drei Rollenpaaren wider, die der CIO gleichzeitig erfüllen muss, wenn er heute erfolgreich sein will: Visionär und Pragmatiker, Kostensenker und Wertschöpfer, Führungskraft und IT-Manager. Während er als Visionär eng mit anderen Unternehmensbereichen zusammenarbeite, um Innovationen voranzutreiben, sei er in seiner Rolle als Pragmatiker gefragt, diese Pläne auch in die Tat umzusetzen. Als Kostensenker suche er konsequent nach Einsparmöglichkeiten, während er gleichzeitig durch sein Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden neue Möglichkeiten erkennt. Als strategische Führungskraft arbeite er eng mit der Unternehmensleitung zusammen und fördere gleichzeitig als IT-Manager die Entwicklung seines Teams. In diesen Rollenpaaren stecke kein Widerspruch. Sie decken laut Studie die taktischen und strategischen Anforderungen an den CIO ab und ergänzen sich. hei