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Betriebswirtschaft
Nur rund 20 bis 30 Prozent des IT-Budgets stehen durchschnittlich für neue Projekte und IT-Innovationen zur Verfügung. Mehr als zwei Drittel verschlingt der Betrieb der IT-Infrastruktur, also der Erhalt des Status quo ohne neue Wertschöpfung. Während das Projekt- und Portfoliomanagement neue Projekte plant und steuert, die „das Business" hoffentlich nach vorne bringen, konzentriert sich die Leistungsverrechnung rückwärtsgewandt auf das Thema Betriebsabrechnung. Dieses Thema ist auf den ersten Blick wenig spektakulär, es klingt nach lästiger Pflicht und schafft ein Erbsenzähler-Image. Vielleicht sollten IT-Verantwortliche einen zweiten Blick riskieren: Verrechnet werden 70 bis 80 Prozent des IT-Budgets. Geld, das sich hier durch eine präzisere Steuerung und durch bessere Information der Endanwender einsparen lässt, steht dann für neue Projekte zur Verfügung. Allerdings lässt sich dieses Geld nur einsparen, wenn die Leistungen nicht nur in Rechnung gestellt werden, sondern wenn die Rechnungen so gestaltet sind, dass Anwender sie ohne IT-Fortbildungskurse verstehen. Nur dann erkennen sie, wie viel „IT" sie tatsächlich verbrauchen. Wie viel IT sie brauchen, wissen sie längst. Die Leistungsverrechnung schafft ihnen ein Bewusstsein für die Diskrepanz zwischen Brauchen und Verbrauchen. Der nächste Schritt – Veränderung des Nutzungsverhaltens – ist schnell getan, weil der Listendruck, der im Papierkorb landet, jetzt ein Listendruck ist, der sie 300 Euro kostet. Dr. Jörg Hattwig